Das Pfingstwochenende …

… hiermit wünsche ich Euch ein erholsames und berichte nur kurz, wie Ihr es gewohnt seid. 😉

Eine Tierschutzkollegin fragte am Mittwoch, ob wir bis Dienstag Platz für sieben oder drei Katzen hätten? Eine sei die Mutter, alle anderen noch klein und drei davon zusätzlich sehr krank. Sie müssten gefüttert werden, so hinfällig seien sie. Ansonsten müsse sie die drei noch kranken Kitten mit zum Bodensee nehmen, da wegen Ansteckungsgefahr keine Stelle zu finden sei. So auf die Schnelle und klar, sagte ich Ja, denn das verwaiste Zimmer wartet schließlich nur auf Problemfälle und meine Wochenenden sind heilig, was die Zeit innerhalb der Heimat anbelangt.  Hermine   geht es inzwischen so gut, dass sie nicht einmal mehr im Traum daran denkt, dieses besagte Zimmer als ihr Reich anzusehen. Mittlerweile hält sie sich auf der Galerie auf und ab zu geht sie bis in die Küche… wenn da nicht Romina und Charlie Wache stehen würden, aber das ist ein anderes Thema.

Somit ergab der jeweilige Gesundheitszustand der drei sechs Wochen jungen Kitten, dass nur sie am Donnerstag vorbei gebracht wurden.

Ein Wurf, wobei die Mutter zusätzlich als Amme  fungierte und  drei „Kuckuckseier“ mit versorgte, da diese Mutterkatze verstarb oder nicht aufzufinden war. Allesamt wuchsen gesund auf – bis eines Tages die Spuckerei mit Durchfall und Apathie begann. Es kann so unglaublich schnell passieren und niemand  trägt eine Schuld. Ein Virus, dessen Ursache nur zu erahnen ist, kann somit viel Schaden anrichten. Schnelles Handeln in Form von Tieartzbesuchen ist unumgänglich und wichtig.  Alle anderen Kitten waren bis Donnerstag somit wieder fitt und konnten unter Aufsicht zu Hause bleiben.

Nur die drei Hinfälligsten wurden  separiert und in den desinfizierten Käfig gesetzt. Es war ein trauriger Anblick, den diese drei boten. Anfangs gesund und gut gewachsen, waren sie zu kleinen Häufchen zurück geschrumpft. Sie mochten nichts mehr essen, mussten mit Spritze aufgepäppelt werden  und hingen teilnahmslos vor sich hin. Zwei Kater und eine Katze, wobei die Katze sich am schnellsten erholte, da die Krankheit zeitversetzt ausbrach.

In der Nacht zum Samstag schlief das helle Katerkind leider ein. Er mochte nicht leben, ging zwei Schritte und fiel auf die Seite. Trotz Bauchmassage und Zuneigung konnten wir ihm nicht helfen. Er konnte nach der letzten Fütterung per Spritze nicht einmal mehr schlucken. Er war nicht wirklich fähig und eventuell sind ihm viele schlimme Erlebnisse im zukünftigen Kämpferleben erspart geblieben. Das ist meine Meinung, die selbstverständlich nicht jeder teilt.

Da wir in derselben Stadt wohnen und eh dieselbe Tierärztin aufsuchen, war es wieder einmal Dr. Brinkmann – Block, mit der ich wegen Hermine kämpfte und überhaupt, die uns sogar am Pfingstwochenende bei sich zu Hause empfing. Sie hatte es geahnt, dass das Katerkind es nicht überstehen wird  und somit bekamen gestern und auch auch heute der schwarzweiße Winzling und seine sandfarbene Schwester ihre Ration Infusionen. Morgen geht es weiter, allerdings ist das Mädchen über dem Berg, nur der kleine Kater muss noch  überzeugt werden, dass Leben im Grunde doch schön ist und es sich lohnt zu kämpfen! Aber auch er versucht es Schritt für Schritt zu akzeptieren. Der erste Erfolg zeigte sich:

Ich sprach  heute mit der Tierärztin erneut über Sinn und Unsinn, da nicht nur diese Behandlung richtig Geld kostet, und jedes Leben eine faire Chance verdient. Selbst solch kleine Wesen stecken bereits voller Charakter, verspüren Schmerzen, können trauern, sich freuen und Gefühle zeigen. Ein spindeldürres Katzenmädchen kommt auf einen zu und reibt ihren winzigen Kopf an deiner Hand. Ein fast aufgegebenes schwarzweißes Wesen gibt zum ersten Mal einen Ton in Form eines Miauens von sich.

Warum ist das so?

Und wie viele Menschen sind einfach nur verbohrt und mit Scheuklappen versehen? Kitten kommen zur Welt, weil Haus und Hofkatzen nicht kastriert werden. Die Babys sind entweder krank oder viel  zu viele und werden erst gar nicht beachtet. Viel einfacher (wobei ich keine Einfachheit erkennen kann) ist es, die jeweiligen Neugeborenen vor die Wand zu klatschen oder sie im Fluss zu ertränken. Es ist lange, lange her, dass unsere Welt eine Natur bot, in der sich unsere Mitgeschöpfe gefahrlos aufhalten konnten, denn der MENSCH ist es, der sich jeden Zentimeter nutzbar macht!  Begreift das doch endlich!!

7 Kommentare zu “Das Pfingstwochenende …

  1. Hallo Sabine
    Das sieht doch jetzt aber ganz gut aus! Sie haben Appetit das ist wichtig! Ich hoffe sie bekommen keinen Rückfall und schaffen es!!!
    Ich drück weiter fest die Daumen!
    LG Heike.

  2. Hallo Sabine,
    haben die Katzen evtl. Giardien? Oder ist es erwiesenermaßen ein Virusinfekt? Ich frage vor allem interessehalber, weil wir auch schon einige Erfahrung mit Giardien und deren Auswirkungen haben.
    Ich drücke Dir und den beiden kleinen die Daumen, dass sie bald ein normales und behütetes Katzenleben haben dürfen!
    Ich kann mich wieder einmal nur dafür bedanken, dass Du dich für uns alle um solche Geschöpfe kümmerst!

  3. Hallo Katja,

    es war eher einer der schlimmen Viren, eventuell der schlimmste. Woher und wodurch kann nicht benannt werden, aber ist auch egal und kann jeden treffen. Giardien waren es anscheinend nicht, dazu ich hatte die TÄ befragt.

    Lieben Dank Dir und auch Dir, Heike!
    Sabine

  4. Hallo Sabine

    Die beiden kann man nur in sein Herz schließen.

    Ich würde sie glatt mitnehmen.

    Deine letzten Worte im Beitrag kann ich nur bestätigen.

    Ich bin mittlerweile soweit das ich manchmal nur die Augen schließen möchte wenn ich mit dem Auto fahre.

    Bei uns ist ein Hühnerhof der schon einmal im Fernsehen für Aufregung sorgte wegen den Haltungsbedingungen. Er hat sogar ein riesengroßes Cafe mit Ladengeschäft dazugebaut (Toskana). Nun hätte man denken können das diesen Bericht einige gesehen hatten jedoch machte es niemanden was aus auch weiterhin dort genüßlich seinen Sonntagskaffee zu trinken oder zu brunchen.

    Über die Schweinenhaltung dort möchte ich am besten gar nichts wissen.

    Er kam mit einer für ihn lächerlichen Strafe in Geld davon.

    Traurig.

    Nebenan ist der nächste Landwirt der Eis produziert. Dort laufen ganz viel kleine Katzen herum die manchmal gar nichts mehr sehen können wegen dem ganzen Eiter in den Augen. Ich hatte sie einmal darauf angesprochen und bekam nur die Antwort das klärt sich von alleine.
    Auch sah ich die vielen kleinen Kälber die man auf dem planken Betonboden stellt in der prallen Sonne und als Unterstand ein aufgeschnittenes Plastikfass.

    Ich wußte darüber auch nicht bescheid und als ich fragte sagte man mir nur das wären die die mit den anderen ein Problem hätten.

    Nun, zwischenzeitlich weiß ich jetzt bescheid und ich könnte nur noch heulen und schreien wenn ich daran vorbeifahre.

    Habe auf einem meiner Blogs einen Bericht drinn wo man einiges erfahren kann was die Menschen jedoch eigentlich nicht wissen wollen.

    Hier, wenn es jemanden interessiert:
    http://mit-dem-herzen-sehen.blogspot.de/2012/05/hier-etwas-info-material.html

    Vielen Dank für Deinen Kommentar auf meiner Seite die ich Dir zu verdanken habe. Wie neben beschrieben habe ich ihn ja erst öffentlich gemacht nach Deinem Tritt bei mir ;o)

    Meiner kleinen Wildkatze geht es zwischenzeitlich wieder sehr gut. Es hat sich noch ein dritter dazugesellt. Er sieht aus wie ein Frischling von der Fellzeichung her. Die Streifen im Tigerfell gehen waagerecht :o)

    Bei mir ist so viel passiert, ich kann Dir gar nicht alles schreiben.

    Vielleicht rufst Du mich ja mal an wenn Du mal Lust hast. Würde mich freuen.

    Wir können auf jeden Fall nur hoffen das die Menschen dieses Jahr nutzen um umzudenken. Dafür, das hat mir jemand gesagt steht eigentlich 2012 die 12 ist wie die Monate im Jahr die diesmal jedoch jeder für sich eine Bedeutung haben.

    Lass uns einfach darauf vertrauen das es besser werden wird.

    Ich drück Dich mal ganz doll für all das was Du für die kleinen Engelchen tust.

    Ich wünsche Dir noch ganz viel Licht und ganz viel Kraft in Deiner Zukunft.

    Schön das es Menschen wie Dich noch gibt.

    Liebe Grüße
    Moni

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