Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer

Das ist ein altes Sprichwort, aber nachdem ich  am vergangenen Dienstag die ersten Schwalben sah, begann tatsächlich temperaturgemäß der Frühling. Die ersten, zurückgekommenen Mauersegler  zwitscherten laut durch die Lüfte,  dabei handelt es sich bei den Mauerseglern gar nicht um Schwalben. Man nennt sie irrgläubig zwar Schwalben, jedoch gehören sie genau genommen zur Familie der „Segler“. Na ja, das ist Naturwissenschaft, Biologie, aber zumindest erkennt man diese ausdauernden Flieger an ihrem unverkennbaren Zwitschern, das in den Schluchten unserer Häuserzeilen hauptsächlich bei flimmernder Hitze zu hören ist. Daneben sind die echten Schwalben, die Rauch – und Mehlschwalben, hauptsächlich auf dem Land zu hören, also auf Bauern – oder Reiterhöfen, wo sie Unterschlupf finden um ihre Nester zu bauen.  All diese Möglichkeiten gibt es immer weniger, aber ich denke jetzt nicht länger darüber nach, da ich ansonsten wieder zu negativ werde. Schließlich wollte ich trotz momentan knapper Zeit an die Frühlingszeit erinnern, die Dank vieler Regenschauer ein sattes Grün hervorzaubern konnte.

Mit anderen Worten: Unser selbst gezüchtetes Gras wächst und gedeiht. Am Wochenende startete ich eine Umräumaktion auf dem Balkon und Romina inklusive Charlie genossen die Zeit. Ich topfte um und räumte aus, säte in jedem noch verbliebenen Kübel und Kasten Rasensamen.

Ich dachte darüber nach, es auch mit Kräutern zu versuchen, jedoch war im Pflanzencenter um die Ecke am Tag der Kräuter die Hölle los. Wir gingen hin um mal zu schauen, aber dieses Drama an Vielzahl von Menschen brauchten wir nicht an einem Sonntag. Kräuter und Blumen würden eh von Miezen platt gewalzt werden, somit sparten wir Geld. Gestern ging ich trotzdem noch einmal hin und kaufte Erde ohne Torfzusatz (mittlerweile wichtig, darauf zu achten!) und Zitruserde für meinen standhaften Orangenbaum.  Ihn bekam ich von meinem Ex Chef zum 40. Geburtstag, hegte und pflegte den kleinen Baum all die Jahre. Im letzten Jahr fand ich nicht einmal Zeit für mich selbst und quälte ihn im vergangenen Jahr sehr, vergaß ihn draußen, Nachtfrost kam plötzlich und im Badezimmer musste er anschließend dursten. An einem annehmbaren Tag schnitt ich seine inzwischen verdorrten Äste ganz kurz, aber siehe da, er nahm es nicht krumm. Nun sprießen am untersten Stamm wieder Blätter: Das Leben kann beginnen.

Der letzte Schliff wird die Reinigung der Fliesen beinhalten, aber das hat Zeit und der nächste Regen kommt bestimmt …

Impressionen eben, wobei die Spielschiene draußen auf Balkonien wieder viel mehr Beachtung erhält:

3 Kommentare zu “Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer

  1. Die zwei Schmuzen sind ja wirklich herzallerliebst. Zum Thema Kräuter fällt mir noch ein, dass ihr auch Wildkräuter hätte nehmen können. Ich hab neulich erst gelernt (click), dass Wildkräuter nicht nur für Tiere eine gute Beilage sind.
    P.S.: Für die Kätzchen natrülich kein Löwenzahn, sonst besteht die Gefahr, dass sie Durchfall bekommen

  2. Sabine, das sieht schön und gemütlich aus.
    Ein Balkon, ja der fehlt mir wirklich.
    Bei mir wird wohl der im Blumenkasten am Küchenfenster ausgesähte Blütenschmaus (Blumenmischung für Bienen) das einzige Highlight der Pflanzkultur bleiben.

  3. Pingback: Traurige Tatsachen « Katzen-Heimat-Blog

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