Katze Hermine (Teil 6)

Nun ist fast eine Woche vergangen und seit letztem Montag befindet sich  Hermine in Freiheit. Also hier, in Sicherheit und Freiheit. Ich ließ das Türchen des Käfigs offen stehen, drehte mich um und  kurz darauf war Hermine nicht mehr zu sehen. Somit ging es ihr gut, denn wer Entdeckungstouren auf sich nimmt, dem kann es nicht mehr allzu schlecht gehen. Ich musste es tun, denn eine Katze ist kein Hamster und hat in einem Käfig nichts zu suchen. Das dachte auch Hermine, deshalb suchte sie sich innerhalb des größeren Terrains ein Versteck. Treue Leser werden das Zimmer noch von Berichten über Emmy und Maxi oder Tiffys Babys oder Rominas Babys kennen, und viel hat sich in diesem Chaotenzimmer auch nicht geändert. Nebenbei bemerkt, so  sahen wir uns mittlerweile unendlich viele Häuser an, da ich für all meine geplanten Katzen, all die zahmen, Ex Wilden, einen gesicherten Freigang suche, aber bislang konnte keine Alternative dieses Zimmer toppen. Ist übrigens auch ein Bericht wert: Die Erlebnisse bei einer Häusersuche.

Einen Tag lang bekam ich Hermine nicht zu Gesicht, irgendwohin hatte sie sich verkrochen. Das Futter wurde allerdings verputzt, das Katzenklo innerhalb des Käfigs benutzt, doch stellte ich mich auf eine langwierige Vertrauensarbeit ein. Aber nicht so Hermine, die bereits am Mittwoch überraschend zum Vorschein kam, sobald der Napf mit Fresschen ins Zimmer schwebte. Sie kam hinter dem Käfig hervor, wankte zwar wie gehabt, aber schien guter Dinge und voller Energie. Was ich entdecken konnte ist, dass sie lediglich vor dem Herrn des Hauses Scheu zeigt, ansonsten lässt sie sich seit diesem Zeitpunkt freiwillig von mir streicheln und zeigt selbst vor Hündin Bella keine Angst. Mittlerweile kam es, wie es kommen musste, da ein verschlossenes Zimmer die Neugier auf den Höhepunkt treibt. Ich konnte es kaum verhindern und …. Romina und Charlie betraten den Raum.

Charlie blickte erstaunt zu diesem Neuzugang, konnte es in seiner typisch unschuldigen Art kaum fassen, einen fremden, frei herumlaufenden Artgenossen vorzufinden. Er blieb auf gesundem Abstand, versteckte sich unter einem Regal und ließ ein Respekt einflößendes, tiefes Brummen hören. Romina entdeckte ihre vermeintliche Konkurrentin weitaus gefasster: Auge in Auge. Sie stieß  hasserfüllten Atem mit einem lauten Fauchen mitten in Hermines Antlitz, drehte ihr den werten Popo entgegen und verließ mit hoch erhobenem Kopf das Zimmer. Erinnerte mich irgendwie an Aristocats von Walt Disney:

Hermine fand all das nicht schlimm, sie ist weitaus schlimmeres gewohnt, schließlich kommt sie von der schlimmsten Futterstelle die ich kenne. Sie begnügt sich bisher freiwillig mit einem Quadratmeter, die restlichen Meter wird sie später erkunden. Ihre Medikamente konnten auf eine halbe Tablette Prednisolon und Metacam 2,5 ml pro Tag reduziert werden. Aber was soll der ganze Kram? Bilder sagen mehr als Worte:

Danke fürs lesen und Euch allen eine angenehme Woche!

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4 Kommentare zu “Katze Hermine (Teil 6)

  1. Wow, ich bin verblüfft.
    Hermine scheint es deutlich besser zu gehen, die Augen blicken nicht mehr so ins Leere und dass sie sich streicheln lässt – Hut ab!
    Wir drücken hier weiter die Daumen, damit es mit Herminchen weiter aufwärts geht.

  2. Kaum zu glauben, kaum wiederzuerkennen. Bilder, die gut tun, genauso wie die Fortschritte. Das sie (gesunde) Scheu vor dem Mann aus Atlantis zeigt, ist auch ein gutes Zeichen wie ich meine. Immerhin bedeutet das doch, dass sie sich so wohl fühlt, dass sie nicht meint es jedem recht machen zu müssen.
    Weiter gute Besserung, Herminchen!

  3. Die Rasselbande möchte nur mal ganz leise nachfragen, wie es Hermine geht!? Wir hoffen gut, sind aber ein wenig nervös, weil keine neuen Berichte mehr folgen …

    Sylvia & Rasselbande

  4. Wenn sie so munter schaut und sogar Wert auf intensive Körperpflege legt, ist sie wirklich in einer guten Phase. Hoffentlich überwiegen nun Hermines guten Tage! Bei unserem alten Mädchen Miri kehrten die schlechten Phasen leider immer wieder mit Vehemenz zurück, bis sie zum Schluß keine Kraft mehr hatte und wir sie gehen lassen mussten. Aber die guten Phasen hat sie genossen und ich bin froh, dass wir sie ihr geben konnten.
    Ich drücke euch die Daumen und hoffe das Beste!

    Liebe Grüße von Christina

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