Ein Award für die Katzenheimat

Liebe Anna, ich freue ich mich sehr!

Ein Award für die Katzenheimat, verliehen von Anna und ihrem Zauberwesentagebuch! Das ist fast wie ein „Oscar“, aber dennoch viel besser, weil die Überraschung hinzu kommt.

Kleinigkeiten können so viel bewirken, wie diese Auszeichnung gepaart mit lieben Worten:

Zitat: Sabine ist nicht nur ein großes Vorbild, sondern auch Inspiration. Ihre große Leidenschaft sind ihre Hafenkatzen, ein steter Quell des Mitleidens, aber auch der unbändigen Freude, über die sie sehr gekonnt zu schreiben versteht und für die sie sich unermüdlich einsetzt. Es sind Menschen wie Sabine, die unsere Welt zu einem besseren Ort machen und ich bewundere sie sehr!

Danke, Anna, Du zeigst mir, dass es nicht umsonst war und ist, die Katzenheimat ins Leben gerufen zu haben!

Dazu fällt mir eine Menge ein und ich hätte einige Kleinigkeiten dieser Menge wahrscheinlich nie erwähnt, aber nun müsst Ihr durch, durch meinen diesjährigen Geburtstag, der einer der schönsten war, weil es zusätzlich zwei wichtige Kleinigkeiten gab, die ich nie vergessen werde.

Mein Geburtstag an sich, ist ein Tag wie jeder andere. Partys, Feiern sind eh nicht mein Ding und überhaupt finde ich solch einen Aufwand ziemlich sinnlos. Ich kannte mal eine Familie mit drei Töchtern und jedes Mal, wenn eine der Töchter Geburtstag hatte, gab es Geschenke für die Mutter. Das beeindruckte mich seinerzeit zutiefst, weil es im Prinzip genau die richtige Danksagung für ein Leben bedeutet.

Ich freue mich selbstverständlich, wenn auch ohne Einladung ein lieber Freund an „meinen“ Tag denkt, aber wer ihn vergisst, der vergisst ihn, genau wie ich oftmals seinen Tag vergesse.  Jedenfalls plante ich für mich ein Geschenk, eine winzige Zeit der Entspannung und ja, sorry, da war Alkohol im Spiel. Ich bin den ganzen Tag mit dem Auto unterwegs und dachte, nachdem ich das Fahrzeug zu Hause abgestellt hatte, mit Bella die übliche  Runde durch den Wald zu drehen, aber diesmal mit einer Flasche Flensburger Pils im Rucksack. Die mit dem „Plöpp“. Die wollte ich relativ lautstark öffnen, auf meine verstorbene Mutter und mich anstoßen, die Sterne, den Mond bewusst sehen, die Luft, die Dunkelheit genießen. Mitten in der Natur und in absoluter Abgeschiedenheit, da um diese Zeit kein Gassiegänger unterwegs. Wenn mir ein Räuber begegnet wäre, nun, dem hätte ich die Flasche über den Schädel hauen können. Somit war ich gewappnet.

Nach der Arbeit und bevor ich zu Hause ankomme, versorge ich die Hafenkatzen, was oftmals zwei Stunden dauert. Vor einigen Wochen erzählte ich hier von einem absoluten Fortschritt, was die scheue Katze Muckl anbelangt und dem Highlight, da ich eine Unterschlupfbox für Muckl aufstellen durfte. Sie ging allem Anschein nach hinein, aber bisher konnte ich nicht live dabei zusehen, somit musste ich hoffen, dass keine andere Katze ihr auch dieses  Reich streitig macht.

An meinem Geburtstag jedenfalls, klingelte abends mein Handy und Gisela aus Spanien war dran. Wegen meines Tages, aber viel mehr wegen Einfach So, um mir ihre Stimme zu schenken und um sich auszutauschen, was stets nachhaltig für Tage wirkt. Genau in diesem Moment stand ich bei Micky, Muckl und Filou, sie hatten gefuttert und waren auf dem Wege sich zu verkrümeln. Ich stand staunend da, meine Gisi am Telefon und sie war dabei, als ich mit ihr gemeinsam beobachten durfte, wie Muckl auf ihren Hochsitz sprang und satt und zufrieden in ihren Unterschlupf stieg. Mein Mucklchen, die oftmals und scheinbar ziellos durch die Gegend laufen musste, weil sie von zwei Katern gemobbt wird.

Das waren zwei Geschenke auf einmal, die kaum Geld kosteten und immens viel beinhalteten. Aber es ging ja noch weiter, was den Geburtstag und   dubiosen „Plöpp“ anbelangt, von dem ich Gisi erzählte. Sie fragte, wann es soweit sei, da sie dann noch einmal anrufen würde und wir gemeinsam anstoßen könnten.  Als ich endlich den Schlüssel aus dem Zündschloss ziehen konnte, machten sich Bella und ich auf den Weg. Bella inzwischen stets ohne Leine, sie kennt meine Marotten mittlerweile  – und ich ihre.

Wir gingen zu einer großen Wiese, die gleichzeitig als Wasserrückhaltebecken genutzt wird, wenn es sehr stark geregnet hat. Von dort aus hat man den besten Blick in den Himmel, zu den Sternen und zum Mond, der an diesem Abend sein volles Gesicht zeigte. Ich ließ den Geräuschen freien Lauf und genoss den ersten Schluck. Das tat gut, könnt Ihr mir glauben. In dem Moment klingelte das Handy, Gisi hatte gewartet und somit gingen der zweite, dritte, vierte und fünfte Schluck auf uns beide und auf unsere Aufgaben, die uns unser Leben stellt. Bella stand geduldig dabei, ihr Verständnis für die Schrullen zweier Freundinnen war uns sicher. Meiner Mama, die von da oben aus zusah, gefiel dieser Geburtstag ebenfalls, da bin ich ganz sicher.

Nochmals Danke, Anna, durch Dich kenne ich nun auch einige Blogs mehr und das mit dem Leben und Nebel, oh, oh, das lässt mich nicht mehr los und inspiriert zu einem weiteren Artikel der Gedanken!

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3 Kommentare zu “Ein Award für die Katzenheimat

  1. Während ich deinen bewegenden Bericht gelesen habe, liebe Sabine, sind bei mir einige Tränen gekullert und zwar vor Freude. Freude darüber, dass du dich unterstützt und angenommen fühlst, aber auch Freude darüber, dass du einen so schönen Geburtstag feiern konntest und dir dieses wunderbare Erlebnis von Muckl geschenkt wurde! DAS sind die Momente, in denen alles gut ist und in denen man erkennt, was Glück eigentlich ist. Wie schön dass du deine Gisela an deiner Seite hattest, mit der du diesen kostbaren Augenblick teilen konntest. So soll es sein!

    Alles Liebe
    Anna

    PS: Es war ganz bestimmt nicht umsonst, die Katzenheimat ins Leben gerufen zu haben und ich freue mich, wenn ich ein ganz klein wenig beitragen kann, dich zu unterstützen. Deine Tierschutzarbeit ist wertvoll UND wichtig! Du bist wichtig!!

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