Leinenzwang und Ausgang

Zwei Dinge, die man miteinander verbinden kann. Rominas Sohn Charlie kennt nun einmal den Balkon und beobachtet Ringeltauben, Meisen, Amseln und Kleiber, die momentan fleißig das Vogelhaus besuchen. Meist von innen, durch die Balkontüre, wo er einen gackernden Gesang laut werden lässt, mit den Pfoten scharrt und zum jeweiligen Sprung ansetzt. Charlie ist ein  bedeutsamer Kater, das darf man nicht vergessen!

Meist dürfen er und Romina raus, die morden wollenden Samtpfoten. Auf Romina kann ich mich inzwischen verlassen, aber Sohn Charlie ist unberechenbar, er hebelt nicht nur die Abdeckung diverser Spielschienen ab, nein er dreht auch ansonsten gerne und  unvernünftig durch.

Unser Balkon ist bisher lediglich  für alte Katzen gerüstet und gibt gleichzeitig der Vogelschar die Möglichkeit, Körner und Nüsse zu picken. Aber ein fünf Monate junger Kater will höher hinaus, was man ihm nicht verdenken kann. Somit muss ich Schmiere stehen und stets bewachen, wenn er mal wieder eine Meise im Anflug packen will und mit den Vorderbeinen über das Katzennetz gesprungen ist.

Aber was heißt gesprungen? Ich nenne Charlie inzwischen Spiderman, der regelrecht fliegen kann. War es vor Monaten noch so, dass sich Rominas Kitten an meinen Beinen hoch angelten, so fliegt Charlie inzwischen unauffällig bis zur Hüfte. Man bemerkt diesen Angriff nicht und plötzlich sitzt Charlie auf der Schulter.

Also bekommt Charlie was er meint zu mögen – er darf raus. Allerdings nur mit Geschirr und Leine, sei es auf dem Balkon oder zu einem Spaziergang. Genau, warum soll man Katzen nicht auch Gassi führen? Sie „machen“ zwar nicht, aber es ist ein Abenteuer und es passiert auch nichts. Abgesehen von Spaziergängern, die staunen, denn einen kleinen Hund hätten sie auf dem Arm mitten im Wald erwartet, aber doch keine Katze. Kuriosum der Natur.

3 Kommentare zu “Leinenzwang und Ausgang

  1. Das sind ja hübsche Bilder.
    Ihr seid ganz schön mutig, ich würde mich das mit Lotte oder Lissi (hahaha) nicht trauen, aber ich glaube Charlie war der Ruhigste von allen.

    Sehe ich da im Hintergrund übrigens ein selbstgebautes Fummelbrett aus Schuhkarton und Papprollen?
    Benutzen sie es?

    Bei uns ist im Moment ein Laserpointer der Hit …

  2. Ja klar, sind Eure Ideen, was Karton und selbst Ausgehsituation anbelangt. Ich sag nur Michelle, mit der Du aufgrund Vogelgrippe an Leine gingst. 😉 Lange her, aber immer wieder aktuell.

  3. Ja, mit Michelle „spazieren gehen“ war wirklich notwendig. Die hat uns sehr leid getan als ewiger Freigänger… und sie hat uns fast die Bude eingerissen. Und ich dachte draussen: So jetzt stürmt sie los! (Bin ja immer nur mit Hunden gegangen) aber nicht Michelle. Die konnte sich laaaaaaaaange mit einem Grashalm beschäftigen.

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