Geruhsame Weihnachtstage

wünsche ich all unseren Lesern, Begleitern, Trostspendern, Tippgebern, Freunden, Mitfiebernden, Spendern und in diesem Jahr Kennenlernenden!

Ich persönlich halte nichts vom zivilisierten Weihnachtsstress, bei dem sich laut Werbetrommel übertrumpft werden soll, was die besten Geschenke anbelangt und punktgenau an diesem Tag. Wir Menschen, hier bei uns, schenken uns nichts, das kann innerhalb des ganzen Jahres erledigt werden. Mir persönlich gefallen spontane Kleinigkeiten, und sei es nur ein Lächeln, tausendmal besser, als ein gekauftes Parfüm zu Weihnachten. Gemeinsam mit Kindern macht es noch Sinn, wenn man ihnen gleichzeitig den Ursprung der jeweiligen Geschenke verdeutlichen möchte. Aber auch das ist bei Vielen längst in Vergessenheit geraten. Zugegeben, ich  kann  selber kaum daran glauben, genoss jedoch jedes Weihnachten, als ich  noch Klein war.

Alle wilden Katzen wurden gestern noch einmal mit gutem Futter verwöhnt, und mit einer Menge Vorrat an Trockenfutter und frischem Heu in ihren Unterschlüpfen  den Weihnachtstagen überlassen. Herr L. wird sich um Nassfutter kümmern, so hoffe ich zumindest und wenn nicht, dann wird trotzdem keine Katze verhungern.

Manch einer mag dieses Weihnachtsfest lediglich aus der Sicht eines Arbeitnehmers begutachten und wird schimpfen, da sich die Tage nicht lohnen. Keine geschenkte freie Zeit, ein einfaches Wochenende und ein läppischer Montag dazu. Was für ein Ärgernis…

Da meine Kurzgeschichten, wenn ich denn mal eine schreibe, meist einen Hinweis auf das Für und Wider beinhalten, so kann ich mir für den diesjährigen Heiligabend eine Geschichte ersparen. Ich fand zwei treffende Beispiele, die nicht nur die Tierwelt betreffen. In diesem Zusammenhang sind jeweils auch Menschen involviert, die sich einsetzen, die sich aufreiben. Natur und Mensch, vielleicht sogar im Sinne der biblischen Geschichte:

Das zweite Beispiel betrifft Spanien, Alicante, Urlaubsparadies und auserwähltes Lebensdomizil von Gisela und Ralf. Sie finden beinahe täglich ausgesetzte, verwirrte, ängstliche und entsorgte Tiere. Meist sind es Hunde, da eine Übersicht über die dort existierenden Katzen kaum noch möglich ist. Und meist müssen sie genau dieses Vertrauen, wie Oben gezeigt, aufbauen, um einem Hund seine Chance zu geben.

In diesem Beispiel handelt es sich um einen extrem scheuen Schäferhundmischling, der vor einigen Tagen auf einer, beziehungsweise DER Müllkippe gesichtet wurde:

Eine Müllkippe wie sie es offiziell in Deutschland nicht mehr gibt. Eine Müllentsorgungsstätte, an der zu jeder Tageszeit verhungernde Tiere gefunden werden können, wenn man die Augen öffnet.

Gisela sah im Vorbeifahren diesen Hund, der vor lauter Verzweiflung einen mittlerweile verstorbenen Artgenossen fraß, der verzweifelt  an den Überresten seines  eventuellen Kumpels zerrte um nicht genauso zu enden.„Jeder sollte den Moment geniessen, in dem man Frieden gefunden hat. Der nächste Moment kann das Schrecken bringen“ , so die Worte von Gisela, die täglich mit all dem Elend umgeht, obwohl sie sich zur Ruhe setzten wollte.

Sie hat eine Futterstelle für diesen extrem scheuen Hund eingerichtet, die bisher aber nicht von ihm genutzt wurde. Vielleicht ist er weiter gewandert, bei seiner Suche nach Heimat? Niemand weiß es.
Frohe Weihnachten Euch allen, denn auch so kann es aussehen, wenn sich Tier  auf (gutmeindenden) Mensch eingelassen hat:
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2 Kommentare zu “Geruhsame Weihnachtstage

  1. Hallo Sabine
    Ich hab den Link zum Video von der Hunderettung ( von deinem Bild Hund unter Auto ) kopiere ihn dir doch ab! Das Video ist sehr bewegend, und man muß es gesehen haben!
    Gruß Heike.

  2. Oh man wie blöd von mir!
    Eine ganze Zeit lang sah man auf dem Bild ( Hund unter Auto ) den Startfeil nicht, deshalb habe ich dir die vorherige Nachricht geschickt!
    Als sie abgeschickt war, war auch der Feil im Bild zum abspielen des Videos da!
    Nun hab ich mir den richtigen URL von dir geholt!
    Gruß Heike.

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