Presse-Mitteilung: Keine Tiere unterm Christbaum!

TASSO bittet alle Eltern, sich lebendige Weihnachtsgeschenke sorgfältig zu überlegen Hattersheim, 09.12.2011 (profact) – Hundewelpen und Katzenkinder sehen ausgesprochen süß aus und erobern Kinderherzen im Sturm. Als Weihnachtsgeschenk scheinen sie deshalb ideal zu sein. Doch Vorsicht: Tierheime werden alle Jahre wieder mit einer Flut von Vierbeinern konfrontiert, Weihnachtsgeschenke für Kinder, die nach der ersten Euphorie den Spaß am Familienzuwachs verloren haben.

„Ein Haustier bringt auch Verantwortung mit sich“, sagt Philip McCreight von der Tierschutzorganisation TASSO e.V. „Auf der Tagesordnung stehen nicht nur Kuscheln, Schmusen und Streicheln, sondern auch regelmäßiges Gassi gehen, Saubermachen und Füttern. Manche Kinder sind damit überfordert. Wenn dann die Eltern nicht mitspielen, wird das unüberlegt geschenkte Haustier zur Belastung.“

Der Tierschützer appelliert an Eltern, Kindern keine Tiere zu Weihnachten zu schenken. Oder nur dann, wenn zuvor ganz klar über die notwendige Pflege und die Zuständigkeiten gesprochen wurde. Die beste Zeit, sich beispielsweise einen jungen Hund ins Haus zu holen, sei ohnehin das Frühjahr. „Dann macht es einfach mehr Spaß, draußen mit dem Hund herumzutollen“, sagt McCreight und verweist auf die Tierheime, in denen recht häufig schon bereits stubenreine junge Hunde – aber natürlich auch andere Vierbeiner wie Katzen, Meerschweinchen und Kaninchen – sehnsüchtig auf ein neues Herrchen oder Frauchen warten.

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2 Kommentare zu “Presse-Mitteilung: Keine Tiere unterm Christbaum!

  1. Tiere sind leider meist Impulskäufe. Sie wirken solange niedlich, wie man sie im Film oder beim Nachbarn sieht und nicht selbst für sie sorgen muss und alle Arbeiten drumherum erledigen soll – und zwar dann, „wenn sie dran sind“ und nicht, wenn man grade Lust hat. Es wäre z.B. gut, wenn Fernsehfilme, in denen Tiere vorkommen, nicht nur die lichten Momente zeigen würden („Herrchen kommt heim, Hund springt schwanzwedelnd herzu“), sondern auch alles andere (Hund muss raus, wenn’s draussen stürmt und schneit, Hund ist schlecht geworden und er k… die Wohnung voll usw.). Das würde vielleicht schon etwas helfen, solche Impulsentscheidungen vorher zu überdenken.

  2. Das stimmt, und hinzu kommen „Modeerscheinungen“, weil Vertreter einer bestimmten Rasse als unrealistisch intelligente Vierbeiner in der Hauptrolle eines Kinofilms dargestellt werden.

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