Die siebte Lebenswoche bricht an

Nun ist die sechste Woche vorbei und weiterhin wird gewachsen und sich entwickelt. Am Montag war ein Tierarztbesuch angesagt, wegen Wurmkuren und erster Gesundheitchecks.

Ich wusste, dass Rominas Ohren einer Behandlung bedurften, denn  das, was Sylvia bei ihr an „Dreck“ entfernt hatte, war kein normaler Schmutz. Bis dato konnte ich Romina kaum halten und während ihrer Trächtigkeit wäre Gewalt fehl am Platz gewesen. Gewalt im Allgemeinen ist hier ein Fremdwort, aber auch das weiß Romina und dementsprechend wissend verhielt sie sich, wenn es um die Ohrenreinigung ging…

Es sind somit – wie vermutet – Ohrmilben, und die Tierärztin ging sehr viel tiefer in die Ohrmuscheln, als ein Laie sich traut. Die Zwerge wurden daraufhin ebenfalls untersucht, aber bisher kann eine dreimalige Salbengabe einen Befall verhindern. Die Wurmkuren bestanden aus Stronghold, da dieses Mittel gleichzeitig gegen Ohrmilben wirkt und zusätzlich Otimectin Salbe, die Romina ab vergangenen Dienstag  nun jeden Tag über sich ergehen lassen muss. Aber sie wäre nicht die Kluge, wenn sie sich weiterhin sträuben würde, denn sie spürt, dass diese Prozedur Juckreiz und Schmerzen abklingen lässt. Wehrte sie sich anfangs wie eine Furie, so scheint sie sich inzwischen darauf zu freuen. Alles in allem war der Tierarztbesuch eine lustige Begebenheit, denn selbst Romina blieb gelassen und ruhig – solange sie ihre Kitten im Blick haben konnte. Gleichzeitig wurden ein Termin für die Erstimpfungen  festgelegt und Romina die „Pille“ verordnet, damit sich ihr Hormonspiegel bis zum Zeitpunkt der Kastration einpendeln kann.

Hatte ich in der letzten Woche einen Anflug der Vergleiche, so bleibt  Euch der auch heute nicht erspart. Wilde Kätzinnen werden gefangen und kastriert. Stellt sich heraus, dass  die eine oder andere vor wenigen Tagen geworfen hat, so muss sie kurz nach dem Aufwachen aus der Narkose wieder freigelassen werden. Ab Oktober, wenn es nachts bereits friert, ist eine entsprechende OP kaum mehr zu verantworten, da den Tieren das Bauchfell geschoren werden muss und im Grunde kein Haar fehlen darf, um Kälte gesund zu überstehen. Aber trotzdem, es passiert immer wieder und speziell die „Herbstkätzchen“ kommen in dieser Zeit zur Welt. Eine Absprache mit Witterung ist nicht machbar und weder Hormonpräparate noch sonstige Vorsichtsmaßnahmen kommen wilden Katzen zugute. Das ist… ja, das ist alles irgendwie brutal und trotzdem kann man es nicht besser regeln. Von daher bewundere ich immer wieder, wie wilde Katzen überhaupt solche Prozeduren scheinbar unbeschadet überstehen.  Romina hätte das gleiche Schicksal treffen können, doch war sie schlau genug, rechtzeitig in die aufgestellte Falle zu gehen.

Gestern war wieder einmal Besuch mit Klinke in der Hand angesagt, inklusive anschließender Fotosession. Ich weiß gar nicht, wie viele Kameras hier auf einmal herum lagen. 😉 Aber ist gut geworden und kein Kitten geklaut worden. Ich musste nicht nachsehen, obwohl sich Marion, Martina, Christine und Manuela mit einem breiten Grinsen verabschiedeten. Romina erledigte die Aufgabe sofort und schaute misstrauisch nach. Selbstsicher kam sie aus dem Katzenzimmer: „Alles gut, die netten Tanten dürfen gehen!“

Marion war wie gesagt dabei und eigentlich kannten wir uns noch gar nicht. Sie nahm im letzten Jahr den schwarzen (wilden) Hafenkater Tommy bei sich auf und irgendwie war gestern auch zu wenig Zeit ihr dafür zu danken. Seinerzeit war es von meiner Seite aus ein Verlassen auf Aussagen von Christine gewesen und ich wusste, Christine enttäuscht mich nicht. Ich bekam immer wieder Informationen, dass Tommy ein Louis wurde und sich zu einem King Louis entwickelte, der seitdem glücklich und zufrieden mit zwei Katzendamen zusammen lebt und alles im Griff hat. Gestern konnten wir etwas detaillierter darüber sprechen und obwohl ich Tommy/Louis nie vergessen hatte, ging mir auf, wie vielen Katzen im Grunde schon geholfen werden konnte. Man/ich vergisst nur leicht, weil die nächsten Fälle bereits warten. Wie das Motto von Pro Animale: Der Tropfen auf dem heißen Stein. Soeben rief Frau N. an, sie habe einen vier Jahre jungen und verstörten Kater in ihr Dachzimmer aufgenommen. Der Kater musste aus seinem bisherigen Zuhause, da seine Familie die Wohnung verlor. Es geht also stets weiter und weiter und weiter.

Ja, es war ein sehr schöner Vormittag und nicht nur die Sonne strahlte vom Himmel. Danke Christine, Manuela, Martina und Marion für Euren lieben, verständnisvollen und gleichzeitig aktiven Besuch einschließlich der Futtergaben, die auch den Hafenkatzen zugute kommen werden! Die Fotos packe ich in eine Diashow, denn es sind unendlich viele Fotos geworden. Manche regelrecht professionell geknipst, die ohne Ablenkung und Lockungen nicht zustande gekommen wären. Obwohl ich ein Gegner von Klischees bin, so geht mir langsam aber sicher auf, dass genau so ein Klischee hier lebt. Der Professor/Einstein/Lenni, er könnte glatt Werbung für Katzenstreu oder für die Perfektion der Natur machen. Meine Güte, der Kerl sucht regelrecht das Objektiv einer Kamera.

Trotzdem kein Zwerg vergessen wurde, so ist das einzige Problem auf Fotos die Unterscheidung zwischen Getigert und Getigert und Getigert und Getigert …

Viel Spaß und lieben Dank für Eure Aufmerksamkeit!

Sabine

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8 Kommentare zu “Die siebte Lebenswoche bricht an

  1. Hallo Nadine,

    ich Danke Dir!

    Suche bisher immer noch nach gelungenen Fotos und werde nach und nach weitere dazu stellen. Echt der helle Wahnsinn, wie gut sich allgemein Welpen fotografieren lassen.

    LG, Sabine

  2. Wow, was sind das tolle, ja richtig professionelle Fotos!
    Richtig Fotogen die 6 Racker!
    Wenn die Charmeure so keine tollen Zuhause finden, weiß ich es auch nicht!
    Sehr schön!!!
    Gruß Heike.

  3. Es sind wirklich ganz zauberhafte Katzenkinder und ich hoffe so sehr, dass sie alle ein gutes Zuhause finden. Ro(h)mina wünsche ich, dass sie angekommen ist. Wenn man diese tolle kleine Katzen mit ihren Menschen zusammen sieht, geht einem das Herzchen auf.
    Romina war am Wochenende eine perfekte Gastgeberin und hat uns vertrauensvoll mit ihren Kleinen spielen und das Fotoshooting machen lassen. Wenn wir vereinzelt mal die Treppen runter kamen, war es ok. Erst als die gesammelte Besuchergruppe herunter kam, lief sie kurz nach oben. Sabine schrieb es ja schon, vermutlich hat sie die Kleinen durchgezählt. Danke nochmal, Sabine und Jürgen, dass wir wieder die Bude stürmen durften. Die Zeit mit Lotte-Elfie ist besonders kostbar für mich, obwohl ich sie natürlich auch alle hätte einpacken können, der Abschied fiel diesmal noch schwerer.

  4. Halli Hallo =) Ich war heute live bei den kleinen Rabauken und ich habe sie sofort ins Herz geschlossen =) Ich freue mich riesig auf die 2 Süßen =) Hab heute schon ganz Fress-Napf leer gekauft =) damit die zwei es auch richtig schön bei mir haben =)

    Liebe Grüße und ein schönes Wochenende

    Katy =)

  5. Hallo Katy, schön von Dir zu lesen!
    Es war eine große Freude Dich und Deine Freundin gestern kennen zu lernen. Das Du ein großes Herz hast, hast Du ja auch direkt bewiesen und eine gute Wahl getroffen, denn Lenni und Äugelchen beschäftigen sich auch jetzt schon sehr oft miteinander. Das mit dem Zoohandel leer kaufen kenne ich … ist irgendwie wie früher im Spielzeugladen, oder? Liebe Grüße von Christine (Lottes neues Frauchen, gestern rund im gelben T-Shirt ;))

  6. Hey ja es hat riesen Spaß gemacht für die zwei ein paar Kleinigkeiten einzukaufen 🙂 Ach übrigens ein ganz großes Lob an diesen Blog hier ist wirklich super 🙂

    Ich komme nächsten Samstag nochmal vorbei, okay? Freu mich riesig auf die zwei und natürlich auch auf den Rest 🙂

    Liebe Grüße zurück 😉

  7. Schöne Bilder von der Supermama 🙂 Mit Ohrmilben hat unser Teufel als er klein war auch zu tun und wir mussten alle mitbehandelt werden, obwohl wir gar keine hatten, das war doof – aber nach zweimaliger Behandlung war alles weg 🙂
    LG Engel

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