Hundetagebuch (20)

Vor einer Woche dachte ich, dass diese Nr. 20 Mäxchens Tagebuch schließen wird.
Dass er langsam geworden ist und öfter schwer atmet, habe ich ja schon berichtet, so langsam, dass ich einen Hundebuggy bestellt hatte, der aber wieder zurückgeschickt wurde, weil mit Leierrädern gekommen.
Ich habe mir das als Folge des Geschwürs am Bauch erklärt und bin mit ihm zum Tierarzt mit der inneren Bereitschaft, auch den letzten Schritt dem Hund zu Liebe zu gehen. Er wurde untersucht und man befand,  dass er so schlecht lief, soll nichts mit seiner schlimmen (jetzt sehr dicken) Beule zu tun haben sondern mit dem Rücken. Er bekam Cortison und Schmerzmittel gespritzt. da wir nunmal beim TA waren, zeigte noch, was mir an ihm aufgefallen ist, eine Stelle im Gesicht, gleich unter dem Auge, die immer nässt. Der Hund machte geradezu artistische Verrenkungen, als er im Gesicht geschoren werden sollte, eine Behandlung war so nicht möglich, Narkose war angesagt. Wir also für den nächten Morgen wieder hinbestellt und am Abend sollte er nichts mehr zu fressen bekommen. Nach seinem Appetit hat Maxe noch für mindestens 10 Jahre Lebensenergie in sich. Und da er mich um die Krallen wickeln kann, seit ich von seiner Krankheit weiß, hat er alles dran gesetzt, am Abend zu seinem Futter zu kommen. Er lag vor der Küchentür und sang von 18-20 Uhr. Als er merkte, dass mit singen nichts erreicht wird, wurde geheult und gebellt. Ich  also mit ihm runter bis nach 23 Uhr , wo er dann gar nicht richtig wusste, was er da soll und dann sind wir endlich schlafen gegangen.
Morgens zur OP abgegeben, Zähne sollten auch gleich gemacht werden und zur Arbeit gefahren. Unterwegs natürlich geblitzt worden. Dann drei Stunden gearbeitet, klingelt das Telefon, Hund ist wach und macht Theater. Ich wieder zurück und ein komisches Tier abgeholt. Das Gesicht geschoren, der Körper mit langem Fell – ging ja gar nicht, wie ein Dachs mit Pudelkopf. Aber am nächsten Tag ist er sogar morgens gerannt. Meine Freundin hat ihn dann am Abend noch das Fell geschoren, dass die Proportionen wieder stimmen. Es ist jetzt gut eine Woche her, dass er gespritzt wurde und er beginnt wieder schwer zu atmen und läuft sehr langsam.

ich brauche doch einen Hundewagen…

Hier Maxe mit neuer Frisur in Begleitung von Emmy, unserem Pflegegast (meine Mum ist zur Kur)

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5 Kommentare zu “Hundetagebuch (20)

  1. Hallo Bettina
    Oh man, das tut mir so leid das du so viel schlimmes mit dem armen Kerl durchmachen mußt!
    Du hattest ihn vor dem sicheren Tod gerettet, und dann ist er so krank!
    Das habt ihr beide nicht verdient!!!
    In einem deiner letzten Berichte stand doch das du auf ein Medikament wartest was du ausprobieren wolltest! Tut sich da gar nichts?
    Ich wünsche euch beiden von Herzen, das Maxe noch geholfen werden kann!!!
    Mann steckt leider nicht drin, wenn man ein Tier rettet-ob es Gesund ist oder erwas in ihm schlummert!
    Noch lebt er, und ich bin sicher das du ihm seid er bei dir ist, die bisher schönste Zeit in seinem Leben erlebt hat!
    Er hat nie ein schönes Leben gehabt, und wäre ohne Dich einen grausamen Tod gestorben!
    Er durfte nochmal erleben wie es ist, geliebt und umsorgt zu werden! Und er wird nicht alleine sein, wenn er einmal gehen muß! Und das ist schön!!!
    Ich habe vor kurzem auch einen Hund übernommen, der aber durch Epilepsie unvermittelbar ist! Er bleibt hier bis zu seinem Ende!!!
    Diese Tiere sind so Dankbar!
    Ich wünsche Euch noch eine schöne gemeinsame Zeit zusammen!
    Liebe Grüße Heike.

  2. Nein, da tut sich rein gar nichts mit dem Medikament, ich hatte die Firma angeschrieben und keine Antwort erhalten und die Ärzte auch nicht. Ist wohl erstmal nur im englischsprachigem Raum in Erprobung.
    Und ja, es ist schwer zu ertragen, dass er so krank ist und doch bereue ich nichts.
    Diese Hund hat sich schon so liebenswert gezeigt, dass ich auch für eine kurze Zeit , die wir miteinander verleben, dankbar bin.
    Ich möchte jetzt nur nicht, dass er leiden muss und bin mir nicht wirklich sicher, ob es richtig war, ihn nochmal zu behandeln, weil die Geschwulst, die nicht behandelt werden kann, schon sehr groß ist. Mir fehlt mein alter Tierarzt, mit dem konnte ich immer alle Für und Wieder der Behandlungen abwägen…

  3. Das sind aber irgendwie seltsame Maßnahmen, da bei diesem Tierarzt, Bettina. Nichts für ungut, aber Zeit für das Für und Wider gehört einfach dazu.

    Solange Maxe allerdings Hunger hat, ist er noch längst nicht bereit zu gehen, das ist eine vielfache Erfahrung und daran werde ich mich immer halten.
    Jeder denkt anders darüber, aber so schlecht geht es Maxe dann gar nicht. Ein Tier akzeptiert die Schmerzen im Rücken, akzeptiert seine Kurzatmigkeit und lebt damit. Speziell Beispiel Maxe zeigt doch, wieviel Spaß ihm sein zweites Leben (trotz der Hindernisse) bei Dir macht.
    Es ist für uns Menschen nur immer sehr schwer, dabei zusehen zu müssen, zu denken der Hund quält sich, aber jedes Lebewesen zeigt eindeutig, wann es nicht mehr kann und definitiv nicht mehr will.

    Was wurde an der Stelle im Gesicht denn gemacht?

    Cortison ist, abgesehen von eventuellen Nebenwirkungen, eine gute Maßnahme gegen Bewegungsprobleme. Hat der TA keine erneute Spritze oder zumindest Cortisontabletten verordnet? Mit nur einer Spritze ist selten etwas zu lindern oder zu verbessern.

    Man hat als Außenstehender immer leicht reden, aber ich würde einen anderen Arzt aufsuchen.

    Liebe Grüße an Dich und Mäxchen
    Sabine

  4. Ich habe lange überlegt was ich schreiben soll, aber ich kann mich nur der Meinung von Sabine anschließen! Ich würde mir auch die Meinung eines zweiten Tierarztes einholen.
    Knuddel für Mäxchen!
    Liebe Grüße,
    Sylvia

  5. Hallo Bettina
    Ich hab lange nichts mehr von dir und Mäxchen gelesen!
    Ich trau mich gar nicht zu fragen! Wie geht es ihm????????
    Ich hoffe so sehr, das noch irgentwas gefunden wurde was ihm hilft!
    Schreibt doch mal wie es ihm geht!!!
    Ganz liebe Grüße Heike.

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