Gador, eine gequälte Seele

Ich weiß wirklich nicht mehr, wo wir hier sind. Ein Terroristenanführer wird erschossen und eine Vielzahl der Menschheit fühlt sich plötzlich berufen, ihr Wissen über Menschenrechte kundgeben zu müssen und jeden an den Pranger zu stellen, der Für oder Gegen das Ausschschalten  Osama Bin Ladens ist. Aber, es ist im Grunde völlig egal, Hauptsache es passiert anderswo und die eigene Haustüre bleibt verschont. Ich hätte ehrlich Lust, jeden dieser Besserwisser vor dieselbe Aufgabe und Verantwortung zu stellen, wie sie in diesem Fall der Präsident und seine Verantwortlichen der USA hatten.  Genauso wird aktuell in Schriften gekramt, wo es heißen soll:  „Liebe deinen Feind“. Ja, gerne, das mag der tun, der es kann. Mit Sicherheit gibt es viele überzeugte Menschen, die mit der rechten und linken Wange kein Problem haben. Und wenn ich schon einmal dabei bin, so gibt es in diesen Schriften auch den Hinweis: „Macht euch die Erde untertan“. Und Tiere gehören allem Anschein nach dazu.

Vielleicht ein hinkender Vergleich, aber mir ist danach, denn wenn ich  wieder einmal, und noch einmal und immer wieder von vorne sehe, dass unendlich viele Menschen Bestien sind, die sich mit Menschenrechten eventuell auskennen und sich die Erde untertan gemacht  haben, weil es ihr Recht scheint, so erkennt man auch immer wieder, dass lediglich die „Untertanen“ tatsächlich verstanden haben!

Labradorrüde Gador kam gestern auf die Finca Lucendum. Lange Zeit muss er  im Freien verbracht haben. Er wurde von Tierschützern gefunden und zur Finca gebracht.

Er kann vor lauter Schwäche nicht laufen und muss getragen werden. Er hat Leishmaniose, Ehrlichiose und Anämie. Sein Körper besteht aus Haut und Knochen und um seinen Hals herum sind  tiefe Eindrücke zu erkennen, die von einem Seil oder zu engem Halsband herrühren.

Aber er kämpft, denn er möchte leben.

Das angezeigte Datum der Kamera ist nicht relevant. Auch Technik kann irren.

Gisela sagt: Ich werde es niemals verstehen können!
Misshandelt, verhungert, verdurstet, geschlagen, keine Kraft mehr – und trotzdem wedelt er ganz leise und schwach mit seinem Schwanz: aus Dankbarkeit!
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9 Kommentare zu “Gador, eine gequälte Seele

  1. Hallo Sabine
    Ich hab mich gestern auch gleich bei Gisi gemeldet, weil mir das Schicksal von Gador sehr nahe geht!

    Gisis letzter Satz, das diese vom Menschen geqälten Seelen immer noch mit dem Schwanz wedeln und uns schrecklichen Menschen freudig entgegen kommen obwohl sie so schlimmes mit uns Menschen erlebt haben läßt mich weinen!
    Was wir, wenn wir nur wollen, alles von den Tieren lernen können!
    Ich hoffe Gador schafft es und findet ein schönes Zuhause wo er nur noch geliebt wird!
    Heike.

  2. Es ist einfach schrecklich und so habe ich gestern die Schreckensmeldung vernommen, wo eine Bestie eine Katze fixiert und sie als Zielscheibe benutzt hat. Mit jedem Tag wächst mein Hass auf die Menschheit mehr und auch wenn Gewalt für mich keine Lösung ist, hätte ich Lust, die Menschheit auszurotten.
    Zornige Grüße,
    Nadine

  3. Mein Gott, da fehlen einem ja wirklich die Worte 😥
    Ich wünsche ihm, dass er in Zukunft mehr Glück hat und sein Leben geniessen kann!
    Für mich steht fest, dass ich, wenn ich in Rente bin, einen Hund aufnehmen werde … und genau so ein armes Geschöpf sollte es dann sein … schade, das ich noch zwanzig Jahre plockern muss 😉

    Sylvia

  4. In den letzten 5 Jahre ist aus mir ein Menschenverachter geworden, das macht einsam, aber damit kann man gut leben.
    Tierquäler sollen in der Hölle schmoren, noch lieber würde ich sie eigenhändig erschießen.
    „Haben Tiere eine Seele und Gefühle kann nur fragen, wer über keine der beiden Eigenschaften verfügt.“ (Dr. Eugen Drewermann)

    Brigitte

  5. Vielen Dank Euch!
    Ja, Brigitte, meist wird man wie ein Außerirdischer betrachtet, und irgendwie benimmt man sich ja auch wie ein solcher, weil man ziemlich alleine mit einem anderen Blick beobachtet. Aber man kann wirklich gut damit leben, das ist auch meine Meinung.

  6. Gador ist wieder einer der Hunde, von dem wir viel lernen können:
    Er hasst nicht.
    Er liebt.
    Er rächt sich nicht.
    Er vergibt.
    Er wehrt sich nicht.
    Er ist dankbar.
    Er ist nicht aggressiv.
    Er ist sanft.
    Er ist sehr sehr leise.

    Wir sind nicht „einsam“.
    Wir haben durch diese Hunde wahre Freunde gefunden,
    Menschen, die nicht nur reden
    sondern da sind, wenn sie gebraucht werden:
    dazu gehört besonders Sabine, die die Fähigkeit hat,
    die tierische Sprache in eine menschliche Sprache zu übersetzen.
    Sabine tröstet mit ihren Worten,
    durchleuchtet Fakten,
    weckt Menschen auf,
    Sie gibt uns Kraft weiterzumachen
    Und dafür sind wir dankbar:
    für wahre Freunde !

    Gisela

  7. Die Bilder und der Bericht über Gador rühren mich gerade zu Tränen. Hoffentlich übersteht er seinen schrecklichen Zustand, hoffentlich kann dem lieben Kerl geholfen werden.

    Liebe Grüße von Christina

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