Neuigkeiten aus Katzenhausen

Katzenhausen ist dort, wo Emmy und Maxi zusammen mit Katze Stella  seit dem 18.Dezember 2010 leben. Den Emmy und Maxi Fans brauche ich nichts zu erklären, sie haben die Entwicklung der Beiden vor Augen und wie sehr sich Emmy weigerte Vertrauen zu fassen.

Mein Emmiken, die harte Nuss. Irgendwie eine Bestätigung, was unsere Ahnungen anbelangt, die das optimale Leben dieses Charakterkopfes betrifft. Emmy boykottierte tatsächlich. Sie verpönte je nach Laune jedes Katzenklo, sie blieb scheu und unnahbar. Sie war das krasse Gegenteil ihrer Schwester Maxi, die bereits nach einer Woche Zivilisation dachte: Null Problem, ich passe mich an.

Maxi konnte von Anfang an den kleinsten Dingen einen Spaß abgewinnen, und ihr Spielzeug anzubieten war eine echte Freude. Emmy beäugte jedes Teil misstrauisch und erst wenn Maxi getestet hatte und Emmy aufforderte, erst dann vergaß sie ihr Umfeld und ging aus sich heraus. Wenn ich in ihre Augen blickte, sah ich Sehnsucht.

Sehnsucht nach Freiheit und Eigenständigkeit. Sehnsucht auch nach ihrer wilden Mutter, denn Anhänglichkeit und Zutrauen zur Mutterkatze waren eindeutig zu erkennen. Von ihr hatte Emmy viel gelernt und Emmy setzte das Erlernte um. Es tat weh, die beiden irgendwann trennen zu müssen und es war nicht von der Natur gewollt. Es war im Sinne des Tierschutzes, dass diese zwei Jungkatzen ein besseres Leben haben und sich nicht weiter vermehren sollten. Aber dieser Tierschutzgedanke konnte Emmy nicht überzeugen. Sie hätte viel lieber Mäuse gefangen oder gehungert, viel lieber unter löchrigen Verschlägen einen Regenguss abgewartet als auf einer trockenen Decke zu liegen. Viel lieber hätte sie ums Überleben gekämpft und  mochte kein Leben auf dem Präsentierteller in Gefangenschaft – und wenn die geschlossenen Wände noch so viel Platz boten.

Die Zeit verging und viel Geduld wurde von Emmy gefordert. Am 24.März 2011 kam es noch schlimmer, weil der Kastrationstermin angesagt war. Da Emmy zu allem anderen nur schwer in eine ihr suspekte und mit vielen bösen Erinnerungen verbundene Transportbox hinein zu bekommen war, regelte Frau R. das über Wochen geschickt und geduldig. Die neu bestellte und extra große Box wurde als Spielobjekt genutzt. Sie biss nicht, griff nicht an und drin schlafen funktionierte auch irgendwann.

Tja, und dann wurde Emmy wieder einmal von so einem Menschen gelinkt, dem sie nach Monaten versucht hatte zu vertrauen. Schöne Scheiße, da machte dieser Mensch das Gitter zu und Emmiken war gefangen! Anschließend wurde sie auch noch in Narkose gelegt, konnte sich weder verstecken noch fort laufen und überhaupt, sie hatte es die ganze Zeit über gewusst!

Und wieder begann Familie R. von vorne, was Emmy betrifft. Eine sich versteckende, unsichtbare und getigerte Katze. Maxi legte sich am ersten Abend bereits in die „böse“ Box und ließ sich kraulen. Aber nicht Emmy, sie hatte die Nase gestrichen voll und dachte alles hinter sich zu lassen, nie wieder enttäuscht werden zu wollen!

„Aber, Emmiken, manche Menschen denken nicht nur an sich, denn der Weg ist das Ziel, obwohl du einen wirklich steinigen Weg gegangen bist. Lange genug, wie ich zugebe, aber du hast es geschafft!“

Eine Katzenklappe wurde gleichzeitig zum Tierarzttermin eingebaut und nach Heilungsphase stand für Emmy, Maxi und Stella die Welt zur freien Verfügung. Kleine Schisser, die gar nicht mehr wussten, wie es draußen aussieht. Nicht eine von ihnen rannte panikartig von dannen. Oh nein, das ging Schrittchen für Schrittchen, Meter für Meter. Stella, die im tiefsten Winter „weggelaufen“ war und per Falle wieder eingefangen werden konnte,  sie war sogar die letzte, weil sie allem Anschein nach die Nase voll hatte und Kälte fürchtet.

Was nach dem zweiten  Ausflug geschah, lässt mich auf den Anfang dieses Berichtes zurückkommen. Genau das ist Emmy Lebensbereich, denn jetzt ist für sie die Welt in Ordnung. Sie vertraut Menschen, lässt sich gerne streicheln. Ein Geben und Nehmen, wie es die Regel der Natur ist. Manchmal taucht sie zwei Tage lang unter, kommt vielleicht nachts nach Hause. Stella hat lt. Frau R. einen größeren Radius, aber kommt immer wieder zum futtern nach Hause. Maxi… Maxi ist  die von Anfang an klebende und engagierte Hauskatze. Sie darf schließlich nichts verpassen. 😉

Und nun viel Spaß, bei einer Erkenntnis die man nicht studieren muss, wenn der Bauch es vorher weiß:

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