„Das Leid der Streunerkatzen“ oder „Der Tierschutz benötigt eine Katzenschutzverordnung“

Interessengemeinschaft Mensch und Tier e.V.

Ansprechpartner: Hildegard Wimmer, Tel.: 08641-5530 Fax: 08641-694419,  e-mail: gunter.s@web.de 

Mitglied im Bündnis bayerischer Tierrechtsorganisationen

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir wenden uns heute an Sie, weil wir über die Breite der deutschen Medien erneut auf ein immer wieder von Behörden verdrängtes Thema aufmerksam machen möchten.

Das Leid der herrenlosen Katzen ist meist nur Tierschützern bekannt. In den kommenden Monaten werden wieder Millionen ungewollte Kätzchen geboren. Die Jungkatzen werden bereits ab dem 4. Lebensmonat geschlechtsreif und können bis zu 3 x im Jahre Junge bekommen. Ein Wurf besteht durchschnittlich aus 4 Jungtieren. So könnte allein in nur 5 Jahren ein einziges Katzenpärchen mehrere tausend Nachkommen haben. Dass dem nicht so ist, liegt daran, dass die meisten Jungkatzen das erste Lebensjahr nicht überleben, in dem sie verhungern oder an unbehandelten Krankheiten sterben. Manche Tiere werden aber auch durch den Menschen ertränkt, erschlagen oder vergiftet. Viele Landwirte dezimieren ihren ungewollten Katzennachwuchs auf diese Weise. Dies ist zwar nach dem Tierschutzgesetz verboten, aber leider immer noch übliche Praxis. (http://www.youtube.com/watch?v=31gI7U7S0ns)

Tierschutzorganisationen, die sich hier ehrenamtlich engagieren und helfen, sind mit der nicht enden wollenden Katzenschwemme personell und finanziell überfordert. Deutschlandweit stehen ca. 1.500 Tierauffangstationen vor dem finanziellen Aus, ca. 3.000 Tierheime haben einen Aufnahmestopp für Katzen verfügt. Die von Tierschützern punktuell durchgeführten Kastrationsaktionen sind nur wie ein Tropfen auf den heißen Stein.

Um diesem unvorstellbaren Katzenelend entgegenzuwirken, wurde von Tierschützern die „Interessengemeinschaft Pro Katzenschutzverordnung“ (http://www.katzenschutzverordnung.de.vu)  gegründet und der Politik entsprechende Vorschläge unterbreitet. Vorsorge ist dabei das Ziel. Katzenhalter sollen verpflichtet werden, ihre freilaufenden, geschlechtsreifen Tieren kastrieren und kennzeichnen zu lassen. Eine entsprechende gesetzliche Verordnung würde immenses Tierleid verhindern, die überfüllten Tierheime entlasten und so Millionen Euro Steuergelder sparen.

So kämpfen heute bereits viele namhafte Tierschutzorganisationen für die Einführung einer Katzenschutzverordnung. Mehr als 3.000 Tierheime und mehrere hunderttausend Befürworter der bundesweiten „Interessengemeinschaft Pro Katzenschutzverordnung“ wünschen sich eine einheitliche gesetzliche Regelung.

Das Bundesministerium drückt sich vor der Verantwortung und verweist auf die Länder, diese wiederum auf die Gemeinden und Städte. Dort aber dringt die Problematik leider nicht bis zu den Verantwortlichen durch, ohne sich näher mit der Thematik zu beschäftigen, befürchtet man durch eine Verordnung eine aufwendige Reglementierung oder kostenmäßige Belastungen. Eine Ablehnung ist schnell ausgesprochen und begründet wird diese mit Überflüssigkeit oder fehlender rechtlicher Durchsetzbarkeit.

Jedoch bereits im Jahre 2005 hat z. B. unser Nachbarland Österreich schon die Kastrationspflicht für Katzen erfolgreich eingeführt, andere Länder ziehen nach, wie zuletzt Belgien. In Deutschland haben Städte wie Paderborn 2008, Düsseldorf 2010, Delmenhorst, Bünde, Salzgitter, Bad Dürrenberg, Leverkusen 2011 begonnen, das stetig anwachsende Problem anzugehen, indem sie eine Kastrations- und Kennzeichnungsverordnung für Ihre Region erlassen haben.

Leider ist dieses aber keine flächendeckende Lösung. Da das deutsche Tierschutzgesetz diesbezüglich nicht greift, benötigen wir dringend eine einheitliche Katzenschutzverordnung in unserem Land, damit für Amtstierärzte und Tierschützer eine rechtliche Handlungsgrundlage geschaffen wird. Nur so würde sich weiteres Katzenelend verhindern lassen. http://www.rfo.de/archiv/Hildegard_Wimmer_zu_Gast_zum_Thema_Katzenschutzverordnung-9882.html

Es würde uns sehr freuen, wenn Sie diese pressante Thematik aufgreifen würden, damit die Situation der notleidenden Katzen publiziert wird. In diesem Zusammenhang verweisen wir auf zwei Videos (Link im Text), die durch uns initiiert wurden und frei zur Verfügung stehen.

Für eventuelle Rückfragen stehen wir Ihnen selbstverständlich gerne zur Verfügung. Vielen Dank und es würde uns freuen von Ihnen zu hören.

Mit freundlichen Grüßen

Hildegard Wimmer

Ehrenvorsitzende Interessengemeinschaft Mensch und Tier e. V.

Rückfragen zu dieser Thematik gerne auch an:

Tierschutzverein Noris e. V.

Robert Derbeck
0911 / 6323207
Fax: 0911 / 6323208
Email:     TSV-Noris@gmx.de
Internet: http://www.Tierschutzverein-Noris.de

Meine Anmerkung dazu: Selbst wenn es Deutschlandweit – also in Einigkeit – jemals zu einer diesbezüglichen Einigung kommen sollte, so sind die Altlasten noch  Jahrzehnte weiterhin zu tragen. Von heute auf morgen lassen sich unverantwortliche Fehler nun eimal nicht beseitigen. Zumindest wird durch solche Aktionen ein Anfang angepackt, und doch scheint es heutzutage in diesem Land ähnlich zuzugehen , wie bei der damaligen und so gennanten  Entwicklungshilfe. Ich versorge zum Beispiel Katzen in einer Stadt, in der der „zuständige“ Tierschutzverein an den Bürgermeister schrieb und konkret auf ein Problem „seiner“  Stadt aufmerksam machte. Der Bürgermeister antwortete in etwa: „Ich akzeptiere und bewundere Ihren Einsatz, aber  kann Ihnen leider nicht helfen.“ Naja, Hauptsache das alljährliche und international beachtete  Schützenfest bekommen er  und seine Mitarbeiter auf die Reihe.

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