Es passiert vor unserer Haustür: Katzen als Delikatesse

Es ist immer wieder schlimm, wenn Freigehende Hauskatzen oder freie Katzen an Futterstellen spurlos verschwinden. Es scheint oft einem Phänomen zu gleichen, weil der Erdboden sie verschluckt zu haben scheint. Zurück bleibt Sorge. Sorge um ihr Ergehen und Sorge,  ob sie ums Leben gekommen sind – wie und wodurch. 

Erst heute Morgen, noch bei Dunkelheit, sah ich eine überfahrene Katze am Fahrbahnrand einer Straße im Innenstadtbereich mit höchstens Tempo 30 liegen, da man kurz nach der Unfallstelle Bahngleise überqueren muss. Fährt jemand an dieser Stelle mit Tempo 50 oder schneller, stößt derjenige garantiert mit dem Kopf ans Fahrzeuginnendach. Ich hoffte inständig, dass es sich um ein Tuch oder um schwarzes Papier handeln würde, aber es war eine schwarze Katze die dort lag,  und ich hielt an. Sie lag auf der linken Seite und  Blut strömte aus ihrem rechten Ohr und aus dem Maul. Die Augen waren geöffnet, aber ihr Blick bereits „gebrochen“. Ich hob sie hoch und fühlte dass sie noch warm war, somit war diese Schweinerei vor Minuten erst passiert. Da sie blutete und ich Termine einzuhalten hatte, legte ich sie ins Gras neben der Bahnlinie, weit weg von der Straße. Das einzige, was mir in diesem Moment einfiel, denn eventuell  gehörte diese Katze jemandem. Ich informierte die Katzensuche, da ich davon ausgehe, dass spätestens morgen diese Katze vermisst werden wird. Erst heute Abend kam ich dazu noch einmal zur Ablagestelle zu fahren, mit dem Vorhaben sie mitzunehmen, zu begraben und musste erkennen, dass das Tier nicht mehr dort lag. Es war spurlos verschwunden.

Selten konnte ich vermerken, dass Stadt – Bahnmitarbeiter oder wer auch immer, sich dermaßen schnell um tote Tiere kümmern. Wenn es denn einer von diesen Bediensteten war!

Nicht unbekannt dürften Katzenfänger sein, die unter anderem per Altkleidersammlung auf Fang gehen sollen. Es streiten sich die Geister, denn es konnte bisher so gut wie nie bewiesen werden, ob es sie überhaupt gibt und wofür sie Katzen missbrauchen. Sei es um Geld mit dem jeweiligen Fell zu machen oder sie an Versuchslabore zu verkaufen. Die Bandbreite ist jedenfalls groß und meine Phantasie spielt in diesem Moment nicht mit, um mir solch eine brutale Vorgehensweise vorstellen zu können. Manchmal sind es vielleicht auch nur die „lieben“ Nachbarn? Ich weiß nur aus eigener Erfahrung, dass ich acht Katzen nie wieder gesehen habe und das innerhalb von wenigen Wochen.

Vor Monaten hatte ich ein  Gespräch, in dem es zufälligerweise auch um auffällig viele verschwundene Katzen in einem Wohngebiet ging. Der Gesprächspartner sagte, dass niemand etwas beweisen könne, aber dass man ein neu eröffnetes Lokal (Nationalität möchte ich aufgrund unbewiesener Vorurteile nicht nennen) verdächtigen würde.

Nun, Verdachtsmomente gibt es somit unendlich viele. Bewiesen werden kann selten ein Fall. Dass nicht alles nur Spekulation, Irrsinn und Wahn sein muss:

QUELLE und COPYRIGHT  TASSO e.V.: 21.Februar 2010

Der Starkoch Beppe Bigazzi schockierte kürzlich in Italien in einer populären Kochsendung des Fernsehsenders RAIUNO die Zuschauer durch sein Geständnis, Katzen als Delikatesse zuzubereiten. Der Auftritt löste in Italien Empörung aus. Bigazzi allerdings verteidigte seine Rezeptur mit dem Hinweis auf einen uralten toskanischen Brauch, wonach tote Katzen 3 Tage in einen kalten Bach gelegt würden, um das Fleisch zarter zu machen. Auch in ländlichen Gegenden der Schweiz steht man dem Verzehr von Katzen auch heute noch offensichtlich nicht immer ablehnend gegenüber, wie der Tierschutzverein Vier Pfoten berichtet. Dort hat der Verzehr von Katzen sogar eine lange Tradition und war durch die Nahrungsknappheit während des Zweiten Weltkrieges in weiten Bevölkerungsschichten Usus. Man muss also nicht bis nach China schauen. In der Schweiz ist nur der Handel mit Katzenfleisch verboten, daher gibt es Bauern die völlig legal ihre überzähligen Tiere schlachten und essen können. 

 

COPYRIGHT : TASSO e.V. 


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Telefon: +49 (0)6190 93 73 00 – Telefax: +49 (0)6190 93 74 00
Email: info@tasso.net Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.  – Website: www.tasso.net

Bevor sich aufregende Kommentare kommen: Ich denke wie viele, denn in z.B. Deutschland ist es „normal“,  Schweine, Rinder, Fische und Hühner erst zu quälen und anschließend zu verspeisen. Ich weiß! Was ich damit nur verdeutlichen möchte ist, dass Haustiere verschwinden, weil sie eventuell gestohlen wurden oder einfach  beseitigt werden, weil es niemanden interessiert, dass jemand dieses „Vieh“ vermisst.

Nachtrag: Wie ich einen Tag später erfuhr, so waren es Mitglieder der Katzensuche, die nach meiner Meldung zur Ablagestelle gefahren waren und die verstorbene Katze mitgenommen hatten. Sie machten Fotos und stellten das Tier unter „Gefunden“ auf ihre HP, so dass der Besitzer sich bei Bedarf informieren kann und somit auch weiß, was mit seiner Katze geschehen ist.

Das nenne ich schnelle und korrekte Arbeit, auch wenn es oft eine traurige Arbeit ist. Leider kann in solchen Momenten nicht mehr für ein Tier getan werden, lediglich in dieser Form dem Tierhalter traurige Gewissheit geben.

4 Kommentare zu “Es passiert vor unserer Haustür: Katzen als Delikatesse

  1. Ach, ich hätte diesem Link nicht folgen dürfen, denn ich sitze gerade hier und weine, denn was ich sehe, ist nur schwer zu verkraften. 😦 Ich meine damit all‘ die armen Seelchen, die einfach so überfahren wurden und ich möchte nicht wissen, wie viele davon absichtlich. 😦

    Ich „kenne“ oder sagen wir mal sie sind mir bekannt, selbst solche Menschen, die noch damit prahlen. Nein, solche Individuen mag ich gar nicht „kennen“!!!

    Dennoch finde ich es klasse, dass es bei Euch in der Region eine solche Webseite gibt, die es besorgten Dosenöffnern ermöglicht, ihre Lieblinge wiederzufinden. Ich wohne hier auch direkt in der Stadt an einer stark befahrenen Hauptstraße und immer wieder muss ich mit ansehen, dass es offenbar genügend Leute gibt, die ihre Samtpfoten hier frei laufen lassen. Ich kann es einfach nicht verstehen! Bei jedem rasenden Auto in der Nacht bete ich, dass nicht gerade eine Katze über die Straße läuft. Manchmal mache ich mich selbst damit fertig, aber es ist nunmal so. Kann nicht aus meiner Haut.

    Die sogenannten Katzenfänger, die mit Altkleidersammlungen werben, habe ich vor 3 Jahren mal versucht, zu verfolgen. Leider ohne zufriedenstellendes Ergebnis, denn es gibt einfach zu wenig Beweise dafür, dass dem wirklich so ist.

    Traurige Grüße,
    Nadine

  2. Diese Katzensuche wurde von einer Frau ins Leben gerufen, deren Katze spurlos verschwunden war. Großer Aufwand mit Ergebnis. Sie hat ein Buch darübr geschrieben: http://www.neusserkatzensuche.de/infos/smella/smella.html

    Ja, Nadine, es ist schwer machbar, denn es gibt viel zu viele Katzen. Die meisten wollen raus und drehen in einer Wohnung am Rad. Die wenigsten Halter haben die sichere Möglichkeit. Ich würde nie ein Tier nahe einer Hauptstraße frei laufen lassen und schaffe mir somit keinen Freigänger an, wenn ich nicht Felder und Wiesen direkt nebenan habe.
    Was wiederum die Vermittlungen stagnieren lässt.

    Oh ja, ich stimme Dir zu, es ist grausam und traurg, denn hinzu kommen die ausgesetzten, die sich nicht einmal an eine Umgebung gewöhnen konnten.
    Ich telefonierte heute mit einer Freundin, die in der Nähe von Hamburg wohnt. Mitten auf dem Land.
    Sie sagte, dass dort seit ein paar Wochen auffällg viele Katzen verschwunden seien. Keiner weiß wie und wo, also immer wieder dasselbe.

  3. Es ist einfach nur grausam, denn leider gibt es wohl immernoch genügend Katzenhasser unter den Menschen. 😦 Dass bestimmte Miezen nach draußen drängen ist wohl wahr, aber unsere Kimbi war auch die ersten Monate ihres Lebens eine Freigängerin und nach unserem Umzug haben wir es tatsächlich geschaftt, dass sie auch hier ganz zufrieden leben kann. Gut, sie „nervt“ zwar ab und zu mal abends, wenn sie sich nicht entscheiden kann, ob sie nun auf den Balkon oder wieder rein mag, aber 10x hintereinander vom Sofa aufzustehen, dieses „Opfer“ bringe ich gerne, denn es ist auf jeden Fall besser, als dass ich Angst um sie haben müsste.
    Selena drängt seltsamerweise gar nicht nach draußen, obwohl sie in Ungarn sicherlich auch mitunter draußen lebte.
    Vielleicht ist sie einfach nur froh, jetzt endlich ein gutes Zuhause zu haben.
    In dem Mehrfamilienhaus gegenüber von uns lebt auch eine Familie mit 2 Katzenbabies. Jedes Mal muss ich mit ansehen, dass es ihnen anscheinend gar nichts ausmacht, die Fenster offen stehen zu lassen. Sie wohnen im erdgeschoss und es ist nur eine Frage der Zeit, bis die Beiden raushüpfen. Kann solche Menschen nicht verstehen, denn dann sind sie hinterher selbst Schuld.
    LG Nadine

  4. Da hast Du Recht, Nadine, denn viele haben die Nase gestrichen voll vom „draußen leben“. Lässt sich vorher nur leider schwierig ausprobieren und man muss Glück haben.

    Zum diesem geichgültig geöffneten Fenster fällt mir ein Bericht im Fernsehen ein, und ich bekomme jedesmal Herzrasen, wenn ich nur daran denke.
    Ein Mietshaus musste sarniert werden und die Mieter in andere Wohnungen umziehen. Ein paar der Mieter wurden von Reportern begleitet, weil es um krumme Sachen in punkto Vermieter ging.
    Jedenfalls war ein Mieter in ein Hochhaus gezogen und der Reporter sprach mit dem Mann auf dessen Balkon. Der war in der 6., 7. oder sogar 8. Etage.
    Hey, plötzlich hüpft die Katze des Mannes auf das Geländer!! Und kein Netz, kein nichts! Ich habe fast einen Schlag bekommen und die hielten die Kamera gezielt auf die Katze.
    Ob da nix passieren könne, wurde der Mann gefragt und er sagte: „Och nö“, und nahm die Katze nach endlos scheinenden Minuten vom Geländer.
    Menschenskinder: Nö!
    Ist solchen Menschen doch alles Scheißegal, dann holen sie sich eben ein neues Tier zum bespaßen.

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