Bitte Daumen drücken…

… für Minki und Filou!

Liegt mir schwer auf der Seele und ich hoffe einfach mal, dass verständliche Menschen das hier lesen werden und  die Daumen drücken.

Daumen drücken für der beiden Zukunft, denn ich bekam das unfassbare Angebot, dass ein Ehepaar in Cuxhaven mit Haus, Garten und keiner Straße in der Nähe,  ein halbwegs zahmes Katzenpaar sucht, das Wühlmäuse in Schacht hält, zugänglich ist aber dennoch selbstständig für sich selber sorgen kann. Meine Freundin kümmert sich dort nebenbei um Haus und Garten und rief mich an, denn normalerweise wäre ein Gang ins Tierheim vor Ort einer der ersten Wege gewesen. Aber Regina sollte sich auch darum kümmern, da das Ehepaar unter der Woche berufsmäßig unterwegs ist – und somit bekam ich diesen unfassbaren Anruf.

„Ja,ja,ja“, sagte ich. „Ich hätte den Filou und die Minki. Unglaublich, denen ein besseres Umfeld zu besorgen, das  ist mein Traum, ein Lottogewinn!“

Ich plane zuerst Minki und Wochen später Filou in den Norden zu bringen. Ob die beiden sich kennen kann ich nicht sagen, da beide nicht weit voneinander entfernt leben, sich in meiner Anwesenheit aber nur in ihrem Bereich aufhalten. Beide leben am Hafen mehr schlecht als recht, gefährlich und speziell Minki ist eine zutrauliche Samtpfote geworden, die einen menschlichen Ansprechpartner sucht, gleichzeitig aber ihre Freiheit benötigt. Sie ist im Grunde ein Traum von Katze, sei es wegen ihrer Schönheit oder ihrem sanftmütigen und doch so starken Charakters.

Minki saß zweimal in einer Falle. Beim ersten Mal war sie ungefähr ein Jahr alt, wurde kastriert und tätowiert. Da niemand einen Platz frei hatte und sie einen wilden Eindruck machte, wurde Minki wieder „ausgesetzt“.  Beim nächsten Versuch saß wieder eine  kleine schwarze Katze in der Falle und ich war mir nicht sicher. Eine Tätowierung kann man bei einer scheuen schwarzen Katze, die mitten in einer dichten Falle sitzt nicht erkennen. Und wenn man Stunden mit Taschenlampe leuchtet oder seine Beine und Hals  verbiegt: Es funktioniert nicht.

Der Tierarzt erkannte jedoch seine eigene Methode und die schwarze Katze verbrachte, bis sie jemand abholen konnte, einen ruhigen Tag in der Tierklinik. Sie sollte nicht wieder zum Hafen und inzwischen hatte ich einen Tierfreund kennen gelernt, der am Hafen arbeitet und ebenso ein Auge auf die wilde Katzenschar hat. Der privat ein Haus und Keller mit Fenster und einzelne Räume besitzt, wo eine kleine Katze nicht auffällt, mit der Zeit gezähmt werden kann… oh bitte, würden sie das tun?

„Klar, kein Thema.“ Die schwarze Katze war vorübergehend untergekommen und nur ein bisschen Zeit und ich hätte das perfekte Zuhause für sie gefunden.  Leider hatte der Mann und seine Frau Mitleid mit der damals noch scheuen Schwarzen, denn sie saß die ganze Zeit hinter der Waschmaschine. Er nahm sie und brachte sie zu selbiger Stelle…

Seitdem wuchs Minki zu einer stattlichen Dame heran und wir zogen  dreimal um. An jeder bis dahin  gewohnten Stelle stand eines Tages ein Bagger und es wurde aufgeräumt. Ich wusste kaum noch weiter, weil ich Futterschalen verstecken und gleichzeitig zugänglich machen musste. Minki kam mit, verstand genau und gab die Infos an ihre Freundesschar weiter.

Seit einem halben Jahr haben wir unseren Treffpunkt offiziell und erlaubt auf dem Gelände eines „Funky Beach“. Wo die Menschen einen künstlich errichteten Strand vorfinden und im Sommer viel Spaß haben. Ja, Minki und ich auch. Selbst im Winter, bei Eis und Schnee, wenn  da nicht die ständigen Veränderungen wären, die ihr Umfeld immer kleiner werden lassen. Von daher hoffe ich, dass es in zwei Wochen klappt und ich meinen Plan auf die Reihe bekomme. Minki soll freiwillig in eine Hundeflugbox einsteigen und dann könnten wir starten. Starten in eine bessere Welt.

Sie würde in ihrer neuen Heimat in einem Heizungskeller mit Fenster untergebracht werden. Zuerst einmal, bis sie sich an die neue Umgebung gewöhnt hat. Dann würde Filou folgen, weil ich nicht weiß, wie und ob sich die beiden in einem Eingewöhnungsraum verstehen würden …

Ich weiß, ich weiß für mich selbst, dass solche Aktionen mit Risiken verbunden sind. Poker. Nur, ich kann nicht anders und muss es riskieren, denn so oder so. Jeden Tag verfolgt mich die Angst, dass wegen der permanenten Veränderungen etwas passiert oder diese inzwischen zugänglichen Tiere verschwinden – wie es leider überall und immer wieder geschieht.

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3 Kommentare zu “Bitte Daumen drücken…

  1. Huhu Sabine,
    das ist ja lieb von Dir! Vielen herzlichen Dank fürs verlinken! 🙂
    Ich bin gespannt, wie es mit den Beiden weitergeht!
    Lieben Gruß,
    Nadine 🙂

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