Tiersegnung in Spanien

Pater  Werner und Gisela lernten sich  an ihrem Marktstand kennen, den Gisela und Ralf jeden Sonntag in La Marina aufbauen um gespendete Sachen zu verkaufen, deren Erlöse in Impfungen und Medikamente fließen.

Der Franziskanermönch machte Gisela den Vorschlag  eine Tiersegnung bei ihnen abzuhalten, zelebrieren zu wollen – mitten in Spanien. Eine sinnlose Idee? Eine lachhafte Idee? Oder eher eine außergewöhnliche Idee, die selbst die Nichtgläubigen in ihren Bann ziehen würde? Ein Zwischending, wo man sich auf Glatteis begibt, weil Kirche und Tiere nicht wirklich zusammen zupassen scheinen. Auch wenn man sich als Mensch von Glaube, Kirche und Zubehör aus Überzeugung entfernte oder in seinem Leben den Bezug zu diversen Einrichtungen und den dazu gehörenden Glaubenden nie kennen lernte, so kann Aufmerksamkeit für die „Untertanen“ nicht schaden.

So in Etwa dachte Gisela und mutig wie sie ist, sagte sie zu, verschickte Einladungen und war gespannt.

17. Januar 2011

Fest des Hl. Antonius-Abbas, Patron der Tiere.

Herzliche Einladung zur Tiersegnung am 17. Januar 2011,

um 11:00 auf der “ Finca Lucendum “

Gisela & Ralf sind erreichbar unter der Nummer: 666 330 678

Im Internet : www.lucendum-animals.org

E-Mail: lucendum@web.de

Der Hl. Franziskus von Assisi war ein großer Freund der Tiere, er zähmte einen Wolf , der bis dahin viel Ärger machte, Schafe gerissen hat , die Bauern baten den Heiligen ihnen in dieser Sache zu helfen.

Ja, er predigte den Fischen, da die Menschen ihm nicht zuhören wollten.

Die Geschöpfe Gottes dankten es ihm.

So wollen auch wir, Gisela & Ralf, alle Tierfreunde uns anschließen, uns den Tieren annehmen, die gequält , ausgesetzt wurden, ihnen zeigen das man sie liebt und pflegt bis sie über den Regenbogen gehen, wo sie uns und ihre Freunde erwarten.

Die Regenbogenbrücke verbindet Himmel und Erde. Auf der anderen Seite des Regenbogens liegt ein Land mit grünen Wiesen und Feldern, Hügeln und Bergen. Wenn unsere geliebten Tiere für immer eingeschlafen sind, geht es zu diesem schönen Ort, dort gibt es immer was zu fressen, zu trinken, es ist warm und eine liebende Hand ist da um sie zu streicheln. Die alten und kranken Tiere sind dort wieder jung und gesund, und spielen miteinander den ganzen Tag.

P. Werner, Franziskaner-Eremit

Aufgrund dieser Einladung machte ich mir ebenso einige mehr Gedanken über Franziskus von Assisi. Er predigte sogar den Fischen, da die Menschen ihm nicht zuhören wollten. Das alles, inklusive seiner Zähmung eines Wolfes war und ist aktuell, wird es immer bleiben. Menschen hören beinahe grundsätzlich nicht zu und deshalb fängt manch ein Mensch, wegen des Fehlens der Fische,  an zu schreiben. Einen Wolf zähmen; Assisi war eventuell einer der ersten damaligen Tierfreunde weit und breit, vielleicht sogar Vorreiter der heutigen Tiertrainer. Ich erinnerte mich an die Beerdigung meiner Mutter vor zweieinhalb Jahren. Vielleicht war auch ich eine Vorreiterin, denn ich setzte durch, dass meine Hündin an der so genannten Trauerfeier teilnehmen durfte/konnte. Sie gehört dazu, es ist eine Familie! Ein Wort dagegen und  ich hätte meine Mutter eigenhändig aus der Kapelle und so weiter.  Es wir gerne konkret getrennt, obwohl Tiere zu uns gehören, wie für manch anderen das Amen in der Kirche das „Non plus ultra“ scheint.

Am 17.01.2011 kam Franziskanermönch Werner zur Finca Lucendum, El Capitan staunte nicht schlecht, denn war er nicht sein bisheriges Leben lang von manch einem Menschen misshandelt worden?

Überraschend viele Tierbesitzer hatten die Einladung angenommen. Sei es aus Neugier  oder Überzeugung, sei es mit Skepsis oder Unglaube versehen – denn hier? In einem europäischen Land, wo es lange dauerte zu einer gemeinsamen Währung zu kommen, wo sich dennoch weiterhin gestritten wird und wo Tierschutz immer noch  ein unausgesprochenes Fremdwort ist? Schon seltsam, werden sich einige gedacht haben und trotzdem, der Funke sprang über, denn Werner machte seine Idee, seine Überzeugung die hoffentlich Kreise ziehen wird, wahr.

Pater Werner sprach intensiv und überzeugend, er ließ kein Tier unbeachtet. Gisela übersetzte seine Worte währendessen und ich wäre gerne dabei gewesen, denn es muß eine unverwechselbare Atmosphäre gewesen sein. Seht selbst, Segnung im mystischen Nebel:

Danke, Pater Werner!

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