Ihr schmeckt’s! Lisbeths Tagebuch (8)

Lang, viel zu lang ist es her, dass ich den letzten Artikel über unsere kleine Lisbeth-Schnake geschrieben habe. Beginnen wir mit einem Foto, welches so schnell nicht zu toppen sein wird:

Also, Lisbeth liegt da auf dem niegelnagelneuen Designkratzbaum, den unsere WG sich selbst zu Weihnachten geschenkt hat. Sie liegt da auf einer Liegefläche, die ein Loch hat … nun, was da so runterhängt, das ist Lisbeths neues Wohlfühlbäuchlein. Kein schmerzlich-straff gespannter Bauch wie anfänglich, nein, ein gemütlich-weiches Normalfigurbäuchlein, das sich dank des Lochs in der Liegefläche endlich Luft verschaffen konnte! Das nenn ich sich so richtig mal hängen lassen!

Hier sieht man einen Teil unserer Kratzbaumlandschaft und außerdem sieht man, wie schön groß unser Lieschen inzwischen schon geworden ist und was für ein schönes Fell sie sich angezogen hat.

So, jetzt neben all den Fotos aber auch ein wenig Informationen über unsere kleine Madame, die sich zu einem neugierig-anhänglichen Familienmitglied entwickelt. Lisbeths große Liebe ist immer noch unangefochten Gini, man kann kaum noch ein Bild von dem Hund machen, ohne das irgendein Teil Lisbeth mit dabei ist.

Unsere (fast) unzertrennlichen Turteltäubchen

Das Verhältnis zu Gretchen ist deutlich distanzierter, aber immerhin hat Gretchen aufgehört die Kleine alle naselang anzufauchen. Es wird nacheinander gehaxt, mittlerweile auch miteinander „gerauft“, aber das Ganze geht in Zeitlupentempo vor sich und ohne Kreisch und Fauch, so dass ich keinen Grund zur Besorgnis sehe. Ich beobachte das Verhältnis Gretchen-Lisbeth mit Argusaugen, weil ich nicht möchte, dass unsere doch erheblich ältere Dame irgendwelche Einschränkungen erfährt. Gini übrigens genauso: Sie geht gerne dazwischen, wenn die beiden Katzen allzu arg miteinander raufen und scheucht sie auseinander. Eigentlich hat Gretchen aber jetzt endlich jemanden, der mit der gleichen Begeisterung wie sie in Tüten und Kartons rumtobt. Da verträgt man sich dann kurzzeitig auch, als wäre man immer schon zusammen, genauso wenn der Wassernapf neu befüllt wird, da wird auch Öhrchen an Öhrchen gesoffen, was die Zunge hergibt.

Bisher habe ich nur drei Kratzer von Lisbeth abbekommen: Alle drei zur gleichen Zeit, da wollte sie nämlich zu mir auf die Couch springen und hat nicht gesehen, dass an der Stelle schon meine Hand lag. Vor Schreck ist sie gleich wieder weg, mit meinem Handrücken als Absprungschanze. Ich bin zufrieden, für ein wildes Kätzchen bin ich bisher sehr gut davon gekommen!

Lisbeth hört immer besser, wenn man ihren Namen ruft (wie alle Tiere: sie hört, wenn sie hören möchte … und nicht gerade etwas Besseres zu tun hat), gurrt und schnurrt wie wild und kommt, um sich knuddeln zu lassen. Man kann sie gut durchknuddeln, hochheben auf die Couch geht auch, lange aufhalten mag sie sich da aber nicht, ist für sie wohl immer noch sehr ungewohnt, die Perspektive, obwohl sie inzwischen auch schon alleine raufhüpft, Streicheleinheit oder Leckerchen abholt und wieder auf den Boden verschwindet.

Sie tritt jetzt auch in Sabines-Maxis Fußstapfen, was die Anhänglichkeit angeht. Ist sie ja lange Zeit eher vom Menschen geflohen, wenn dieser sich bewegt hat, so rennt sie uns immer mehr nach, egal was man tut, sie ist dabei und morgens hat man wirklich Mühe, sie irgendwie auf Abstand zu halten, damit man sich vernünftig fertig machen kann (es scheint für Katzen überlebenswichtig zu sein, morgens in aller Frühe unter dem Bett herumzukramen).

Lisbeth hat ja so einige Hobbies, neue Bekanntschaften schließen gehört in jedem Fall dazu:

Die Leopardgeckos sind im Übrigen genauso neugierig, mindestens ein Mal am Abend gackert und schnarrt Lisbeth am Terrarium herum und die Geckos kommen gucken, was dieses flauschige Ding da wieder zu suchen hat, bevor alle Parteien sich wieder Wichtigerem zuwenden.

Während ich mir die Bilder anschaue, wundere ich mich selbst, wie groß sie geworden ist, schaut mal dieses Bild z. B. zum Größenvergleich:

Das sieht ein bisschen rumpelig aus, soll ja nur dazu dienen, mal Lisbeth ein wenig langgestreckt zu präsentieren … zwar täuscht das ein wenig, weil Lisbeth weiter vorne und Gini recht weit hinten liegt, aber trotzdem sieht man deutliche Veränderungen.

Ich fühle mich ein wenig in Verlegenheit, ich kann eigentlich immer nur gutes berichten, wir haben keine Schwierigkeiten, Lisbeth ist für so eine junge Katze sehr unkompliziert, hat noch nichts Nennenswertes zerstört oder sonstwie für Unfrieden gesorgt, ich glaube, sie ist zufrieden mit uns und ihrem Zuhause. Natürlich, sie ist eine ehemalige „Wilde“, das heißt,  es passieren in ihrem Katzenleben immer noch oft genug neue Dinge, die ihre Welt durcheinander bringen, aber das geht immer schneller vorbei und sie möchte immer deutlicher Zuwendung.

Kastriert ist sie im Übrigen noch nicht, entweder war sie gerade in rolliger Höchstform, oder der Schnee hat uns einen Strich durch die Rechnung gemacht, weil wir das Auto nicht aus der Garage bekommen haben, um zum Tierarzt zu fahren. Sie hatte bisher zwei „Schübe“ und ich hoffe, ich schaffe es sie kastrieren zu lassen, bevor der Nächste kommt.

Heute verabschiede ich mich mit einem kleinen Glücksbringer-Bild. Das Kätzchen habe ich mal von meiner Mutter geschenkt bekommen und seither steht es – ob Zuhause oder auf Reisen – immer irgendwo in der Nähe meines Bettes herum. Ich schau es mir gerne an, denn so friedlich sehe ich meine Pelzlinge wirklich selten.

Gute Nacht!

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6 Kommentare zu “Ihr schmeckt’s! Lisbeths Tagebuch (8)

  1. An dem 4. und 5. Foto kann ich mich nicht satt sehen! Entweder ist Lisbeth fotogen oder Du eine gute Fotografin – oder beides.
    Sehr schön, Danke für diese neuen Infos, Christine!

    Ich bin überzeugt, dass alles hat so sollen sein, denn Gini und Lisbeth scheinen Schwestern zu sein.

  2. Ich mag auch das Foto, wo Gini und Lisbeth wie eins aussehen, das im Herz – bei sowas geht mir das Herz auf.
    Meine Trixi hielt ja nicht viel von Strolchi und hat ihm sogar ins Körbchen gepinkelt – vor meinen Augen! Dabei war Strolli immer nett zu ihr und hat sogar vermeintliche Angriffe anderer (Besucher)hunde auf sie gestoppt in dem er sich dazwischen stellte. Aber für sie war er eher ein nützlicher Idiot. In ihrer Sprache hieß der bestimmt immer Dummerjan.

  3. Hallo Ihr Lieben,

    danke für Eure Kommentare, ich freue mich sehr, dass Ihr Lisbeths Tagebuch mitverfolgt:

    @fitundgluecklich:
    Das ist wirklich nett gesagt: Interessanter Tagesablauf. So habe ich das noch nie betrachtet, aber seitdem ich das gelesen habe, beobachte ich Lisbeth und kann das voll und ganz unterstreichen: Die kleine Maus hat ein ganz schön straffes Programm, das sie fast minutiös einhält.

    Heute hatte sie einen ganz besonderen Bonus für mich:
    Ich habe sie gerufen und neben mich auf die Couch geklopt und sie ist gekommen, hat sich streicheln lassen und ist liegen geblieben!
    Ist erst gegangen, als ihre beste Freundin (bzw. ihre Schwester, wie Sabine es treffend bemerkte) wegen irgendetwas rumgejammert hat, dann rennt sie immer gurrend hin um um sie rumzuschmeicheln.

    @Frau Schnüffel: Och, der arme Strolchi, aber vielleicht bedeutet auch jemandem ins Körbchen pinkeln schon ein Mindestmaß an Zuneigung in der Katzenwelt …
    Es wird im Übrigen kein Problem darstellen, ständig solche Bilder von den Beiden zu machen, da könnte ich einen Fotoband veröffentlichen.

  4. Wohlfühlbäuchlein :mrgreen:
    Das Bild ist echt klasse! 🙂

    Ich freue mich so sehr darüber, wie die kleine ähm große Maus sich entwickelt hat. Man sieht ihr an, wie glücklich sie ist. Wenn man an das kleine ängstliche Etwas von anfangs denkt, unglaublich, oder?
    Nach meiner Erfahrung werden das auf Dauer die anhänglichsten und dankbarsten Tiere 🙂
    Liebe Grüße und einen dicken Knuddler an Lisbeth,
    Sylvia

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