Berühmte Katzenfreunde (2)

Auch der französische König Ludwig der XIII war ein Katzenfreund.
Nach dem Tod seines Vaters, Heinrich IV. wurde er im Alter von neun Jahren in Reims gekrönt. Die erste Zeit führte  seine Mutter, Maria von Medici  die Regentschaft. Sie arrangierte auch seine Heirat mit Anna von Österreich, als der Heiratsvertrag  unterschrieben wurde, war er elf  Jahre alt. Er fand in Kardinal Richelieu einen treuen Verbündeten.

Ludwig der XIII. verbot die seit dem Mittelalter von der Kirche praktizierten Katzenverbrennungen. Der Grund für die Verfolgung von Katzen war, dass  man in Katzen  Dämonen und Teufel sah. Durch ihre Nachtaktivität wurde die Katze zu einem Symbol für  Wollust und Unkeuschheit. Selbst das eigentlich dem Menschen so nützliche Mäusefangen wurde den Katzen negativ ausgelegt und musste als Teufelsgleichnis herhalten.


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5 Kommentare zu “Berühmte Katzenfreunde (2)

  1. Hehe, Jessica, schön, Dich hier zu lesen, Ich habe gleich mal in den „Katzenkorb“ geschaut, da sind ja in deinem Artikel einige Katzenliebhaber bei, über die ich auch noch mal was schreiben möchte. Die Informationsquellen bezüglich der Katzenfreunde sind ja eher spärlich, von daher freut man sich über jede Dokumentation, die man auftreiben kann.

  2. Ich möchte nochmal auf das Thema Katzenverbrennung eingehen. Es ist den Menschen ja nicht mehr im Bewußtsein, dass im Mittelalter bis in die frühe Neuzeit auch Tiere hingerichtet wurden.
    Entweder, weil sie selbst etwas für den Menschen schlimmes gemacht haben, oder weil ein Mensch sich an ihnen sexuell vergangen hat, oder eben … nur weil sie Tiere sind (zumeist schwarze) und Tiere für die mittelalterliche Religiosität zuviel Lebensfreude, Lebensgier in sich hatten, Symbole in der vorherigen Religion waren und deshalb zum Symbol des Bösen wurden. Leider findet man dazu im Netz wenig, auch in der Literatur nicht wirklich viel.
    Hier ein link über den Rechtsbrauch der Tierhinrichtung, der aber nicht die religiös motivierten Hinrichtungen berücksichtigt.
    http://www.suehnekreuz.de/RB/tierhinrichtung.html
    Deshalb mache ich hier mal „Werbung in eigener Sache“ und verweise auf eine starke Erzählung von Claudia Sperlich, die bei mir „Erzählung der Woche“ war und wo ich im Kommentarbereich noch links zum Thema Katzenverbrennung hatte, von dem aber nur noch einer funktioniert.

    http://rezitante.wordpress.com/2009/06/13/fur-die-woche-242009-erzahlt/

  3. Das gibt es leider heute noch, Bettina. Wie von Dir erwähnt: „Schwarze Katzen“. Und wenn es nur ein einzelnes weißes Haar ist, das macht solche Tiere uninteressant und rettet ihr Leben. Auch darüber gibt es sehr wahrscheinlich so gut wie nichts zu lesen, weil sie zu banal scheinen, diese Ungeheuerlichkeiten.

    Auch heute noch kursiert der Aberglaube, dass, wenn schwarze Katze von links nach rechts oder umgekehrt eine Straße überquert, das Unglück bringt. Wer weiß, wo solch ein Unsinn herkommt?

    P.S. Mimi, Foto bei Claudias Geschichte, lebt heute in einer Gartensiedlung. Sie soll sich dem wilden Dasein zugewandt haben, obwohl sie bei der Spedition, wo sie seinerzeit lebte als das Foto gemacht wurde, die beste Freundin eines der Pförtner war.

  4. Auch heute noch kursiert der Aberglaube, dass, wenn schwarze Katze von links nach rechts oder umgekehrt eine Straße überquert, das Unglück bringt. Wer weiß, wo solch ein Unsinn herkommt?

    Das ist ein Konglomerat von Aberglauben. Schwarz – die Farbe des Teufels, Katzen – dämonisch und links gilt seit jeher als die „schlechte Seite“. Deswegen wird ein falscher Mensch auch als link bezeichnet . In Ländern, in denen mit den Fingern gegessen wird, hat die Unterscheidung von rechts und links große Wichtigkeit: Links zu A- abwischen, rechts zum essen – alle aus einem Topf, von einer Platte …
    War bei uns vielleicht früher auch so?

    Wenn andere die Bezeichnung linkisch ebenfalls in diese Richtung deuten, ich nicht. Linkisch hat damit zu tun, dass die meisten Menschen rechtshändig sind und mit der linken Hand etwas ungeschickter. Durch die kulturelle Bevorzugung der rechten Hand werden die links natürlich noch linkischer, als sie es eh schon sind.
    Wie man lesen kann, ich bin beidhändig linkisch als umgelernter Linkshänder.

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