Hundetagebuch (8)

Tagebuchnotizen gibt es jetzt ja nur noch sporadisch, wenn etwas Neues zu berichten ist.

Als Mäxchen zu uns kam, war er ein dünner Zwirn, aber Dank seines übergroßen Appetit hat sich das schnell gewandelt. Er wirkt jetzt kompakter und die Vernunft gebietet, die Futtermenge zu verringern.

Fällt mir schwer, da er immer noch so demonstrativ zeigt, dass sein Hungergefühl mindestens doppelt so groß wie er ist.

Morgens geht es, da wartet er geduldig, bis es was gibt, aber  wenn ich abends nicht pünktlich genug seinen Napf in der Küche fülle, weil ich gerade telefoniere oder so – legt er sich demonstrativ mit flach auf den Boden gedrückten, lang ausgestreckten Beinen vor den Napf , man hört förmlich ein: Ich gehe hier nicht eher weg, bis  …

Seine Schlafgewohnheit hat sich auch geändert, seit er ein neues (auf ebay ersteigertes) Hundekörbchen hat. Wenn er zuvor  nachts ab und an den Schlafplatz wechselte, seit dem das Körbchen da ist, schläft er nur noch dort. Das muss wohl das Knochenmuster auf dem Bezug sein, das ihn so magisch bindet.

 

 

Ich hatte ihn am Samstag früh mit auf Arbeit und habe ihn in der Küche mit der langen Flexleine festgemacht, damit er dann den Lehrgangsteilnehmern nicht zwischen die Beine läuft. Er war nicht lange allein, 10 min vielleicht, aber das reichte, dass er einmal – wau- bellte (macht er ja ganz selten) und sich  erbrochen hatte. Das in fremder Umgebung angebunden sein muss ihm Stress erzeugt haben.

Ich freue mich bei jedem Spaziergang daran, was das für ein verträglicher Hund ist und wie gelassen er Imponiergehabe oder aggressives Verhalten anderer Hunde wegsteckt. (Die Begegnungen auf den Fotos waren aber nur freundlich)

Auch hat er so gar kein Jagdverhalten, dass mir also solche Fotos trotz Mäxchen an der Leine gelingen.

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4 Kommentare zu “Hundetagebuch (8)

  1. Hm, ich denke, dass Mäxchen inzwischen eine so starke Bindung zu dir aufgebaut hat, das er das alleinsein in fremder Umgebung nicht mag.
    Spricht aber nur für eure Beziehung 😉
    Ansonsten hört sich alles total prima an, finde ich 🙂
    Wann wird er denn operiert? Weisst du das schon oder ist es noch zu früh und du päppelst noch?
    Liebe Grüße und Knuddels für Mäxchen!
    Liebe Grüße,
    Sylvia

  2. päppeln ist jetzt eigentlich fertig, jetzt spare noch etwas dafür – hab mich für eine Klinik entschieden und werde ihn im Dezember da vorstellen. Hoffe natürlich, mich richtig entschieden zu haben, aber das Problemchen hat man ja immer…

  3. Ich freu mich immer sehr, von Mäxchen zu lesen und neue Fotos zu sehen, das macht direkt gute Laune.
    Und was die Entscheidung angeht, so ist es immer eine gute Entscheidung, wenn man sie nach bestem Wissen und Gewissen trifft. Manches können wir halt nicht beeinflussen. Mach Dir mal kein Köpfchen, lieber mehr Fotos vom Berliner Mäxchen, die seh ich so gern.

  4. Da hast Du Dein Seelenband wirklich schnell gefunden, Bettina. Gesehen, reagiert, passt – und Ihr versteht Euch ohne Worte, bzw. ohne Gebell.

    Ich kann mir gut vorstellen, dass Maxe genau das erlebt hat: Angebunden und verlassen werden.
    Sein einmaliges Wau war das höchste der Gefühle, da er ein zurückhaltender Typ ist und ihm panische Angst eher auf den Magen schlägt.
    So kommt eins zum anderen, irgendwie und irgendwann erzählen die Tiere ihre Geschichte.

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