Tiere als Therapeuten (2)

Delfintherapie kennt jeder, aber es muss  keine kostspielige  Therapie mit exotischen Tieren sein um einen positiven Effekt auf die menschliche Psyche und Gesundheit zu bewirken, schon die Anwesenheit von Haustieren, besonders Hunden oder Katzen zeigen positive Wirkung. Psychologen und Verhaltensforschern vermuten, dass Menschen sich durch ihre Tiere angenommen und akzeptiert fühlen.

Wer eine Beziehung zu Tieren aufbaut, kommuniziert intuitiv in deren Sprache. Da diese Kommunikation hauptsächlich auf Körperkontakt und Körpersprache beruht, erfahren die Menschen  eine  Kommunikation ohne  Missverständnisse, unausgesprochenem Spott, Lügen oder Vorwürfen .

Es heißt auch, dass Patienten, die einen Herzinfarkt erlitten, das erste Jahr nach dem Infarkt häufiger überleben, wenn sie Haustierbesitzer sind, egal ob es sich dabei um Hund, Katze, Vogel, Hamster oder Fisch handelt.

Diese positive Wirkung von Haustieren wird auch bei der Seniorenarbeit immer mehr berücksichtigt. Die kleine Schweiz war da Vorreiter, einen interessanten Artikel findet man hier, aber auch in Deutschland nutzt man seit Beginn der neunziger Jahre diese Möglichkeit.

Einen netten Bericht gibt es dazu auf dem Berliner Blog“ Tausend Tölen“ über den Einsatz eines Therapiehundes in der Seniorenresidenz Spandau – hier.

Auf wikipedia findet man auch schon einen Beitrag über Therapiehunde. Man erfährt, dass die Idee aus den USA (Delta-Society) kommt, dass Therapiehunde-Teams in der Schweiz und Österreich ausgebildet und eingesetzt werden, dass ein Therapiehunde-Team  aus dem Therapiehund und dem Hundeführer besteht, dass ein Therapiehund ein Haushund jeder Rasse und Größe sein kann, aber aus Gründen der  rassetypischen Kommunikationsfreudigkeit  Deutscher Schäferhund, Jagdhunde, wie der Golden Retriever, oder der Magyar Vizsla häufig sind.  Sie sollten sehr wesensfest und gesund sein und einen ausgeprägten Spieltrieb besitzen und es muss eine feste Bindung zum Hundeführer bestehen.  Die Hunde werden  gezielt in einer tiergestützten medizinischen Behandlung (beispielsweise im Rahmen einer Psychotherapie, Ergotherapie, Physiotherapie, Sprach-Sprechtherapie oder Heilpädagogik) eingesetzt und sind vom Assistenzhund abzugrenzen, der ja als ständiger Begleithund für Menschen mit körperlichen oder geistigen Einschränkungen ausgebildet und eingesetzt ist und sind auch vom Besuchshund abzugrenzen, welcher von Fachpersonal oder auch Ehrenamtlern geführt wird, um soziale Kontakte von pflegebedürftigen Menschen o. ä. zu erhalten.
Diese Besuchshunde arbeiten nicht im therapeutischen Sinne, sondern auf sozialer Ebene.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s