Das siebenmeilengestiefelte Katzenbaby – Lisbeths Tagebuch (2)

Gerade 48 Std. ist Lisbeth hier und ich habe das Gefühl kaum mit ihr mithalten zu können. Gestern waren meine Animationen zum Spielen mit einer Angelmaus, die auch noch piepst, ja schon interessant und sie machte ein wenig mit, allerdings nur ganz ganz zaghaft und tief im Schatten ihrer Höhle. Am frühen Abend dann verließ sie vorsichtig ihr Höhlchen um sich umzusehen und ein wenig mit den Bällen zu spielen. Zurückhaltend aber interessiert schaute sie sich alles an, was so an ihrer Bude vorbeilief, schlich, rannte oder einfach nur ging. Nachdem alles soweit erkundet schien, kletterte sich auf ihr Kratzbäumchen, wo sie sich in der Kuhle einrollte, ausgiebig putzte und dann den restlichen Abend mit schlafen und beobachten zubrachte. Sie empfindet Ginihund augenscheinlich nicht als Feind, sie reagiert neugierig. Ausgerechnet das Verhältnis zu Gretchenkatze startet allerdings holprig: Gretel faucht aus der Ferne und weiß mit dem kleinen Ding im großen Zelt nicht so recht was anzufangen.

Die Gretchenkatze. Ginihund kennt ihr ja schon, jetzt habt ihr von beiden Helfern ein Bild vor dem inneren Auge. Bitte beachten: Gretel gähnt hier nur ungeniert, ist also nicht am fauchen. Das Gähnen sieht übrigens auch gefährlicher aus ...

Lisbeth reagiert ihrerseits auf beide sehr gelassen, neugierig und aufgeschlossen, auch wenn die Katze faucht, oder der Hund wild wedelt und aufgeregt herumrennt. Die größte Scheu zeigt sie vor Menschen, erst recht, wenn man direkt auf sie zugeht.

In der Nacht Altbekanntes: Futternapf plündern, spielen, Klo benutzen. Außerdem hatte sie sich das Deckchen, welches sie am Vorabend aus ihrer Höhle geworfen hat und ich daraufhin oben auf dem Kratzbaum ausgelegt habe, wieder heruntergeangelt und mit in die Höhle reingenommen. Das fand ich extrem niedlich.

Heute war ich den Tag über unterwegs und als ich dann am frühen Abend nach Hause kam, habe ich wieder mit dem Animationsprogramm begonnen. Lischen erkannte die Maus vom Vortag sofort wieder und traute sich beim Spiel sogar aus ihrer Höhe heraus um danach zu angeln.

Ich habe eine zweite, unbekannte Angel dazu genommen, was zur Folge hatte, dass sie sich zurückzog. Nach dem Motto: Ich spiel mit nix, was ich nicht kenne. Doch keine zwei Minuten später, hatte sie verstanden, dass das bunte Ding etwas Ähnliches wie die piepsende Maus sein musste.

Sag doch gleich, dass das auch zum Spielen ist

Lisbeth ist zwar scheu, kriegt aber auch schnell mit, jedenfalls bei Gegenständen, wovon eine Bedrohung ausgeht und was harmlos ist.

Nachdem wir einige Zeit gespielt haben, dachte ich mir, dass es Zeit für was Leckeres ist. Auch hier hat sich gezeigt, dass Lisbeth unheimlich schnell auf Neues reagiert. Zuerst habe ich den Thunfisch in eine kleine Plastikschüssel gegeben. Das erste und zweite Mal ist sie nur schnell hingehuscht und hat sich sofort zurückgezogen um die erbeuteten Brocken zu verspeisen. Um zu sehen wie sie auf Mensch mit lecker Futter drauf reagiert, habe ich einen einladenden Brocken Thunfisch auf die Hand genommen und vorsichtig vor dem Höhlenausgang „ausgelegt“. Lisbeht mag aber Mensch auch nicht mit Futter drauf, sie hat gefaucht und versucht sich das Futter von meinen Fingern runterzuschießen, ich war aber schnell genug und habe den Fisch im Napf plaziert. Sie hat danach nahtlos direkt am Napf gefressen.

Lisbeth frisst vor meiner Nase aus dem Napf

Als dann der Napf mal wieder leer war ist sie einfach zum Futternapf gestiefelt  und hat ihre dritte Abendmahlzeit direkt vor meiner Nase eingenommen, statt bis in die Nacht zu warten. Tja und dann fand sie es schön zwischen den Hapsen echtem Abendessen ein bisschen Thunfisch zu naschen.

Hand mit Thunfisch drauf = schlecht, aber Hand, die Löffel mit Thunfisch drauf hinhält = gut!

Irgendwie war danach das Eis wieder ein ganzes Stück weit eingerissen, denn sie hat sich danach einige Stunden nicht mehr in ihre Höhle zurückgezogen, sondern weiter die Box erkundet, zu ende gefressen, getrunken, Klo benutzt, sich mit ihren ganzen Spielsachen beschäftigt, Hund beschnüffelt und vor allem:  hat uns beobachtet und mehrfach gemauzt. Ein ganz kleines piepsiges Stimmchen, ein richtiges Miau muss das erst noch werden, aber es war eindeutig zwei Mal an die Außenwelt adressiert.

Und jetzt ist es ganz ruhig da drin, sie schläft tief und fest, wie es Katzenkinder tun, wenn sie einen aufregenden Tag mit vielen neuen Eindrücken hatten.

Bei mir haben sich auf jeden Fall die logistischen Fragen verlagert; so überlege ich weniger was ich tun könnte, um das Eis zu brechen, vielmehr befürchte ich, dass Lisbeth es recht eilig hat aus der Box rauszukommen und einen weiteren Teil der Welt zu erkunden. Sie ist unheimlich neugierig und aufgeweckt und fängt an gezielt Kontakt aufzunehmen.

Ich bin schon gespannt, wie weit wir morgen Abend sind!

 

 

 

3 Kommentare zu “Das siebenmeilengestiefelte Katzenbaby – Lisbeths Tagebuch (2)

  1. Na, ich glaube Du bekommst das Lisbeth schnell hin. Sie sieht jetzt schon wie eine wählerische Madonna aus. Aber das ist schön, hat sie schließlich verdient.

  2. Dafür das sie so scheu war finde ich das Riesenschritte, echt erstaunlich und total toll!
    Macht weiter so! 😉
    Liebe Grüße,
    Syliva

    PS: Hübsch ist sie! 🙂

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