Kooperation Berliner Tafel und Tierschutzverein

Helfer in Spandau gesucht, die regelmäßig Tierfutter ausgeben und Tierhalter beraten.

Die Tafel Berlin und der Tierschutzverein für Berlin starten am 4.10. ein Pilotprojekt. Tierhalter, die bereits bei der Tafel gemeldet sind, werden von uns als  Tierschutzverein beraten und mit Tierfutter unterstützt.

Unsere Tierschutzberaterin Rica Lenz wird ebenfalls Tierhalter beraten und interessierte Ehrenamtliche einweisen und offene Fragen beantworten. Sinn der Aktion ist es, bedürftige Tierhalter zu unterstützen und Tieren eine Abgabe im Tierheim zu ersparen.

Die Ausgabe soll am 4.10. starten und dann jeden Montag, parallel zur Lebensmittelausgabe der Tafel erfolgen. Wir suchen Ehrenamtliche, die im besten Fall selbst Erfahrung mit Tieren haben und die Besucher der Tafel beraten und Futter ausgeben möchten.

Wo: Ausgabestelle Schönwalder Straße 24

Wann: Beratung und Futterausgabe 14:30-16:00 Aufbau ab 14 Uhr

Hintergrund:

Berlin, 4. Oktober 2010
Immer öfter geraten Tierhalter in finanzielle Not. Häufig müssen sich diese von ihren geliebten Zwei- oder Vierbeinern trennen und diese dann im Tierheim Berlin abgeben. Bedürftige Berliner Tierhalter erhalten seit heute gezielt Hilfe und Unterstützung. In der Ausgabestelle von LAIB und SEELE (eine Aktion der Berliner Tafel e.V., der Kirchen und des rbb) stehen ab sofort jeden Montag von 14.30 bis ca. 16 Uhr Experten des Tierschutzvereins für Berlin und Umgebung Corp. e.V. Tierhaltern mit Rat und Tat zur Verfügung.

„Der Tierschutzverein wird in seinem Tierheim Berlin immer wieder damit konfrontiert, dass sich Tierhalter von ihren geliebten Zwei- und Vierbeinern trennen müssen, weil deren Haltung finanziell nicht mehr möglich ist“, sagt Wolfgang Apel, der Präsident des Tierschutzvereins für Berlin sowie des Deutschen Tierschutzbundes.
Der Deutsche Tierschutzbund e.V. und die Deutsche Tafel e.V. haben deshalb vereinbart, ganz gezielt vor Ort bedürftigen Menschen zu helfen. Dieses ist nach Ansicht des Berliner Tierschutzvereins umso wichtiger, nachdem die Bundesregierung den Beziehern von Hartz IV die Tierhaltung abspricht.

Erstmals setzen deshalb die Berliner Tafel e.V. und der Tierschutzverein für Berlin ein entsprechendes Hilfsangebot vor Ort um.
Geplant ist neben einer kompetenten Ernährungs- und Gesundheitsberatung auch die gezielte Weitergabe von Tierfutter, das von den Partnern des Tierschutzvereins und des Deutschen Tierschutzbundes gesondert zur Verfügung gestellt wird.
„Auf diese Weise wollen wir verhindern, dass Tiere wegen finanzieller Schwierigkeiten ihrer Halter im Tierheim abgegeben werden“, sagt Wolfgang Apel.

Sabine Werth, die Vorsitzende der Berliner Tafel e.V., betont, dass es sich zunächst um ein Pilotprojekt handelt. „Je nach Zuspruch werden wir dann schauen, ob wir zusammen mit dem Tierschutzverein für Berlin ähnliche Angebote in anderen Ausgabestellen von LAIB und SEELE schaffen können“, so Werth.

Wichtig: Das neue Angebot können bis auf weiteres leider nur Tierhalter in Anspruch nehmen, die in der Ausgabestelle Schönwalder Straße registriert sind. Vor allem die Weitergabe von Tierfutter soll nur in Notfällen erfolgen und allenfalls Engpässe bei Tierbesitzern überbrücken. Sie soll die Halter in der Regel von Hunden und Katzen keinesfalls aus der Verantwortung für ihr Tier entlassen. Der Tierschutzverein für Berlin erhofft sich durch den engen Kontakt mit den Tierhaltern auch, Tierschutzfälle rechtzeitig zu erkennen.
„Nur, wenn wir frühzeitig von Problemen von Tierhaltern wissen, können wir auch gezielt helfen und sie individuell unterstützen“, sagt Wolfgang Apel.

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2 Kommentare zu “Kooperation Berliner Tafel und Tierschutzverein

  1. Dann drücke ich die Daumen, dass dieses Pilotprojekt erfolgreich und eine Dauereinrichtung wird!
    Ich denke, speziell von Tierhaltern wird solch ein Angebot nicht ausgenutzt.

    Im Grunde eine Milchmädchenrechnung, wenn Hartz IV Bezieher kein Tier halten dürfen, sollen oder nicht mehr können. Irgendwann landet der Hund, die Katze oder Pferd, Esel, was weiß ich nicht alles, im Tierheim und muss dennoch irgendwie versorgt werden.

    In Düsseldorf, meine ich gehört zu haben, kümmern sich Tierärzte kostenlos um Hunde von Obdachlosen. Muss ich mal suchen, ob es darüber was zu lesen gibt.

    Es kann und muss viel getan werden, da die Zustände nur laut Statistiken besser werden.

  2. ja underdog heißt das Projekt…

    Im Grunde eine Milchmädchenrechnung – meine ich auch, aber Tierheim ist schließlich keine staatliche Ausgabe, das wird ja von so komischen Leuten, diesen Tierrechtlern und Tierschützern finanziert, die anscheinend mit Geld nichts besseres anfangen können. Ist ja schon nett, dass solche Beiträge dann abzugsfähige Spendengelder sind – wenn auch nicht so privilegiert wie Parteispenden.
    So rechnen die Milchmädchen und das hat schon was von Bauernschläue.

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